13. Oktober 2019, 20:38 Uhr

Hass auf die eigene Hand

13. Oktober 2019, 20:38 Uhr
»Jede alte Sage der Menschheit betrifft den Tod«, sagt Andreas Föhr. (Foto: vh)

Es gibt Rechtshänder. Und es gibt Linkshänder. Wer Andreas Föhrs Krimi »Tote Hand« liest, weiß: Es gibt auch Menschen, die auf ihre rechte Hand überhaupt nicht gut zu sprechen sind. Hass spielt dann gar eine Rolle. In der voll besetzten Aula der Clemens-Brentano-Europaschule im Lollar trug Föhr im Rahmen des Krimifestivals Auszüge des mittlerweile achten Bands der Tegernsee-Reihe mit dem Streifenpolizisten Leonhard Kreuthner und Kommissar Clemens Wallner vor.

Johann Lintinger, der in der Geschichte einen Schrottplatz betreibt, hat seine rechte Hand bei einem Unfall verloren. Doch mit Überzeugung verzichtet er darauf, sich die Hand wieder annähen zu lassen. Die Handlung des Krimis klingt skurril, und Autor Föhr ist für solcherlei Typen mit Wurzeln im Allgäu bekannt. Die Zuhörer stellten ihm anschließend viele Fragen

Die Landschaft am Tegernsee spiele eine große Rolle in seinen Romanen, betonte er. Er habe jeden Berg ringsherum schon x-Mal bestiegen. Die Mangfall-Mühlengaststätte, Schauplatz so einiger fiktiver Kriminalfälle Föhrs, sei allerdings freio erfunden, Sonst hätte er längst eine Rufschädigung am Hals, verriet der Schriftsteller. Über die Zukunft des Krimis als literarisches Genre sagte er: »Jede alte Sage der Menschheit betrifft den Tod«. Also habe das Genre sicherlich Bestand.

Zum Einstieg erfuhr man auch etwas Persönliches. Föhr, im Allgäu gebürtig und in Dortmund aufgewachsen, sei BVB-Fan und trage den heimatlichen Dialekt noch im Herzen. Den geben seine Romanfiguren ebenfalls weiter. Rund ein Jahr lang benötige er für einen Roman, teilte Föhr mit. Ob der nächste schon in Arbeit sei, wann dieser wohl erscheine... Man konnte dem Gast nichts Näheres entlocken. Aber schreiben werde er jedenfalls, Romane ja, Drehbücher für bekannte Krimiserien im Fernsehen vorerst aber keine mehr. Föhr unterzeichnete nach der Lesung zahlreiche Bücher. Schließlich dauerte sein Aufenthalt zweieinhalb Stunden.

Andreas Föhrs Krimi »Tote Hand« ist 2019 erschienen bei Knaur München, ISBN 978-3426654477.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Hass
  • Musikgruppen und Bands
  • Lollar
  • Gießen
  • Volker Heller
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 4 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.