08. Mai 2017, 20:14 Uhr

Jäger stört Pärchen auf Hochsitz

08. Mai 2017, 20:14 Uhr

Das Erklimmen einer Jagdkanzel ist eigentlich nur dem Jäger erlaubt. Trifft derjenige dort womöglich ein Liebespärchen an, drückt er freilich beide Augen zu oder die jungen Leute räumen aus freien Stücken den Hochsitz. Davon wird nur selten auf Versammlungen der Jagdgenossenschaften berichtet, Jagdpächter Norbert Messmer plauderte auf der in Allertshausen nun aber aus dem Nähkästchen.

Es gab aber nicht nur Grund zum Lachen. Messmer teilte mit, dass die Virenerkrankung Staupe heuer bei Waschbär und Fuchs um sich greife. Er zählte die Strecke des Jagdjahres 2016/2017 auf: 37 Wildschweine, 16 Rehe (und acht Fallwild), sechs Waschbären, zwei Dachse, sechs Elstern, vier Krähen, fünf Füchse (und fünf Fallwild). Das Wildbret der Dachse sei übrigens verzehrt worden und empfehlenswert.

Dank an ehemaligen Jagdvorsteher

Jagdvorsteher Christian Lich sprach von geringen Wildschäden dank der Dezimierung der Sauen. Muffelwildschäden seien nicht erwähnenswert, in Buseck und Beuern dagegen umso mehr. Dieses Jahr seien wieder Treibjagden auf die Mufflons geplant. Lich informierte, dass ein festgestellter Wildschaden binnen Wochenfrist auf der Gemeindeverwaltung zu melden sei, ebenso die Vergrößerung eines Schadens, sonst verfalle der Anspruch auf Schadensersatz.

Die Fahrt der Jagdgenossenschaft führte 2016 nach Amöneburg und den Edersee. Der Heckenrückschnitt durch den Gemeindebauhof bezeichnete Lich als verbesserungsfähig, denn die Hecken überwucherten Feldwege und Äcker. Für die bisherige Grabenräumung der Gemeinde fand Lich Lobesworte. Der Gemarkungsrundgang findet am 23. September statt und zwar in Richtung Londorf/Geilshausen.

Jagdvorsteher Lich dankte seinem Vorgänger Gottfried Schneider, der von 2005 bis 2016 der Genossenschaft vorstand. Bürgermeister Kurt Hillgärtner informierte über das Feldwege-Sanierungsprojekt. In Allertshausen würden zwei Feldwege erneuert: die halbe Wegstrecke bis Geilshausen und vom Sportplatz in Richtung Londorf zum »Grünen Weg«. (Foto: vh)

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