27. Februar 2018, 21:41 Uhr

Europäische Begegnung

Jugendliche aus vier Ländern zu Gast an der CBES

27. Februar 2018, 21:41 Uhr
Die Süßigkeiten aus Nordfrankreich kommen bei Schülern aus allen Ländern sehr gut an. (Foto: jsh)

Eine Woche lang haben 14 Schüler aus den achten bis elften Klassen einen Austauschpartner aus den vier EU-Ländern England, Bulgarien, Frankreich und Niederlande zu Besuch. Das Erasmus-Projekt ist ein Förderprogramm der EU und dient nicht nur dazu, Unterrichtsmaterial zu entwickeln, um den Schülern UNESCO-Weltkulturerbe näherzubringen, sondern auch der direkten Begegnung der Schüler.

»Ich hatte vorher keine Vorurteile und habe auch hinterher keine«, sagt Nele, 16 Jahre alt. Die Schüler stellen sich in der abschließenden Evaluation gegenseitig Fragen. In Neles Fall handelt es sich um die Frage, ob sich für sie etwas an stereotypen Bildern verändert hat. Aber auch sie konnte noch etwas dazulernen. Sie wusste nicht, wie schön es ist, neue Leute im selben Alter in verschiedenen Ländern zu kennen, und will den Kontakt gerne beibehalten. Harmony, 18 Jahre alt und aus England, möchte sich selbst auch nicht als bestätigtes Vorurteil wahrgenommen wissen. »Ich sehe hier niemanden Tee trinken, habt ihr irgendjemanden Tee trinken sehen?« Die Deutschen trinken aber wirklich viel, witzelt er.

Solche Begegnungen sind für den neuen Schulleiter der Clemens-Brentano-Schule, Andrej Keller, nicht nur für künftige Schüleraustausche wichtig. Es gehe auch um Inhalte. Ergebnisse, die hier erzielt werden, können anschließend in alle beteiligten Länder getragen werden. Ein großes Lob von ihm geht an die Koordinatorin Kirsten Quass. Die Spanischlehrerin organisierte das gesamte Treffen sowie Ausflüge. Nicht nur die Mainmetropole Frankfurt wurde besucht, sondern auch das UNESCO-Weltkulturerbe Limes. Bei einem Schwertkampf-Workshop auf der Saalburg lernten die Schüler auch Geschichtliches.

Stifte, Blöcke, Süßigkeiten

Eine Lektion der Schüler war jedoch, nicht nur selbst etwas geboten zu bekommen, sondern auch etwas zu bieten. In drei internationalen Gruppen sollten sie für die Schüler der Fremdsprachenklassen, in denen minderjährige Flüchtlinge sind, »Willkommens-Boxen« zusammenstellen. Für diese Kiste erhielten die Schüler 20 Euro und sollten nach eigenen Vorstellungen zusammenstellen, was man gebrauchen kann, wenn man in Deutschland oder Europa mit nur wenigen Sachen ankommt. Neben alltäglichen Sachen wie Zahnbürsten und warmen Socken waren vor allem Schulutensilien in den Kisten vorzufinden. Damit lagen die Gleichaltrigen genau richtig: Die vier Mitschüler, aus Syrien und dem Irak stammend, die die Boxen überreicht bekamen, antworten auf die Nachfrage, was ihnen am besten darin gefällt: Stifte und Blöcke – obwohl es auch an Süßigkeiten nicht mangelte. »Willkommen in Europa«, sagt die Lehrerin aus Frankreich.

Schlagworte in diesem Artikel

  • England
  • Europäische Union
  • Süßwaren
  • Tee
  • Unesco-Weltkulturerbe
  • Lollar
  • Staufenberg
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos