24. April 2019, 22:18 Uhr

Katzenreich fordert Kastrationspflicht

24. April 2019, 22:18 Uhr
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Aus der Redaktion

Die Mitglieder des Katzenschutzvereins Katzenreich trafen sich jetzt zur Mitgliederversammlung in Heuchelheim. Das Vorstandsteam mit Ilona Kreiling, Ute Hopperdietzel und Irmtraut Gottschald erläuterten die umfangreichen Tätigkeiten im vergangenen Jahr. So wenden sich immer häufiger Katzenfreunde hilfesuchend an den Verein, sei es, dass sie Beratung bei einem Katzenproblem benötigen oder anderweitig um Hilfe bitten.

Kreiling berichtete von der im vergangenen Jahr entstandenen Verbindung zu einer Katzenverhaltenstherapeutin, die in Wetzlar nach vierjähriger Ausbildung tätig geworden ist. Sie war auf der Suche nach einem Verein, den sie mit ihrem Wissen und ihrer Arbeit unterstützen kann.

»Ein Glücksfall und Gewinn für Katzenreich«, denn so könnten zum Beispiel Katzenbesitzer, die Probleme mit ihren Tieren haben, an sie verwiesen werden. Auch für den Verein steht sie bei schwierigen Fällen zur Verfügung. Es sei eine intensivere Zusammenarbeit geplant, unter anderem sollen Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen über Verhaltensprobleme bei Katzen stattfinden.

Neben der Aufnahme, Versorgung und Vermittlung von Katzen wurden auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Kastrationsaktionen durchgeführt. Der Aktionsradius erstreckte sich dabei vom Vogelsberg bis in den Lahn-Dill-Kreis. So entstand der Kontakt zu dem für den Vogelsbergkreis zuständigen Veterinäramt Lauterbach, sodass Katzenreich nun nicht nur für das Veterinäramt Gießen, sondern auch für Lauterbach ein Ansprechpartner bei Problemen ist.

Umfangreiche Schutzarbeit

Die Bemühungen von Katzenreich, eine Katzenschutzverordnung oder Kastrationspflicht im Kreis Gießen einzuführen, wurden intensiviert. Ein erster Erfolg konnte verbucht werden, die Gemeinde Buseck beschloss eine Katzenschutzverordnung, die nun nach und nach umgesetzt werden muss. Ilona Kreiling hofft, dass weitere Gemeinden diesem Beispiel folgen, zumal jetzt auch Kassel eine Kastrationspflicht erlassen hat. Auf alle Fälle sind Gespräche auch mit den Bürgermeistern anderer Kommunen im Landkreis geplant, denn eine Umsetzung der Kastrationspflicht werde angesichts der angespannten Lage und »der stetig steigenden Katzenschwemme« immer dringlicher, so der Vorstand des Heuchelheimer Vereins.

Ein beliebter Treffpunkt für Katzenfreunde ist das Sommerfest mit jährlich wachsenden Besucherzahlen. Bereits in Planung ist das Fest für 2019, Termin ist der 28. Juli. Auch die Teilnahme am traditionellen Heuchelheimer Martinsmarkt mit einem Verkaufs- und Info-Stand gehörte im letzten Jahr dazu und ist für dieses Jahr erneut geplant.

Karsten Brunda, der im Vorstandsteam den Bereich der Kassenverwaltung übernommen hat, berichtete über eine positive finanzielle Entwicklung und konnte wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis vorlegen. Das Vorstandsteam bedankte sich bei mehreren Mitgliedern für ihr großes Engagement und ihre tatkräftige Mithilfe, ohne die eine so umfangreiche Katzenschutzarbeit nicht möglich wäre.



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