10. Juni 2019, 19:06 Uhr

Keramikmarkt wächst und wächst

10. Juni 2019, 19:06 Uhr
Frank Jung aus dem Hunsrück zeigt an der Töpferscheibe die Herstellung eines Bechers.

Sich einen Kurzurlaub über Pfingsten zu gönnen, ist für viele Menschen ja nichts ungewöhnliches. Manch einer nutzte für die kleine Auszeit den Besuch des zehnten Keramikmarktes »Durchgebrannt« auf dem historischen Hofgut Appenborn. Warum das einem Kurzurlaub gleich komme, erklären Charlotte und Sigerd Böhmer aus Höhr-Grenzhausen.

Das Keramikkünstler-Ehepaar zählte zu den 38 Keramikwerkstätten, die das kleine Marktjubiläum mit professioneller Ware beschickten. Hauptorganisator Karl-Heinz-Till schätzte die Besucherzahl auf mindestens 3000. Der Keramikmarkt kostet keinen Eintritt, daher kann man nur schätzen. Die Böhmers haben über die Hälfte der zehn Märkte als Aussteller mitgestaltet. Sie finden das Umfeld »unglaublich schön«. Die Organisatoren kümmerten sich rührend um ihre eingeladenen Kollegen. Dem Publikum sprechen sie das Lob »sehr angenehm« aus. Die Leute kämen wegen der Töpferware, aber auch, weil es leckeres Essen gebe und sie das Gefühl hätten, man könne sich hier entschleunigt erholen. Charlotte Böhmer sagte stellvertretend für mehrere Kollegen: »Wir waren alle sehr zufrieden«.

Elke und Jens Reichel aus Nieder-Ohmen zählen zu den Stammgästen der Veranstaltung. Sie finden, anfangs sei der Keramikmarkt an der Straße zwischen Kesselbach und Weitershain ein Geheimtipp gewesen, intimer eben. 2010 gab es »nur« 16 Aussteller. Reichels haben eine Vorliebe für die Unikate-Vielfalt von Karin Schweikhard und Michael Limbeck. Die Keramiker haben ihre Werkstatt in Homberg-Maulbach und bisher mit Till zusammen die Organisation gestemmt. Michael Limbeck sagt, sie hätten viel Herzblut da reingesteckt.

Es sei aber sehr anstrengend all die notwendige Infrastruktur herbei zu schaffen. Auf dem Wiesenparkplatz würden neuerdings Einweiser helfen. Trotzdem reiche der Platz nicht aus - es gibt daher den Shuttle-Bus zum Rewe-Parkplatz in Londorf. Die interessante Mischung mache diesen Markt aus. Jede Werkstatt zeige ihre eigene Handschrift. Limbeck und Schweikhard wollen sich aus der Organisation zurück ziehen. Till meint, »wir sind Opfer des eigenen Erfolgs geworden«. Alleine wird er auf dem Hofgut nicht weiter machen. So viel steht fest.

Die Helfer vom Verkehrsverein Rabenau haben 120 Forellen, 600 Würste und 80 Kilo Pommes verkauft. »Um 16.30 Uhr war alles ausverkauft«, sagte Ingo Lich. Rabenaus Ehrenbürgermeister Kurt Hillgärtner schätzt, dass 80 Prozent der Besucher von außerhalb seien. Erstmals hat die Dorfgemeinschaft Odenhausen den Kuchenverkauf übernommen. 700 Stück Kuchen waren schnell verkauft, sagte Ortsvorsteherin Tina Halbersma. Zusätzlich hat Günter Krug 160 Waffeln veräußert.

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