Kreis Gießen

König von Narrenheer geschlagen

Ein Bürgermeister in Fesseln, erfolgloser Widerstand des Magistrats und eine wilde Narrenschar: Am Samstag übernahmen die Narren die Herrschaft in Linden. Ab 15 Uhr zog ein kleiner närrischer Lindwurm durch die Straßen der Stadt – dieses Jahr auf einer neuen Route, »da in Linden ja ohnehin alle Weg umverlegt werden«, wie Sitzungspräsident Carsten Born gleich zum Auftakt erklärte.
04. März 2019, 21:47 Uhr
Constantin Hoppe
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Die Jugendgarde des KVH tanzt zum Sieg. Der Magistrat hat zuvor den Bürgermeister gefesselt ausgeliefert. (Fotos: con)

Ein Bürgermeister in Fesseln, erfolgloser Widerstand des Magistrats und eine wilde Narrenschar: Am Samstag übernahmen die Narren die Herrschaft in Linden. Ab 15 Uhr zog ein kleiner närrischer Lindwurm durch die Straßen der Stadt – dieses Jahr auf einer neuen Route, »da in Linden ja ohnehin alle Weg umverlegt werden«, wie Sitzungspräsident Carsten Born gleich zum Auftakt erklärte.

Genau eine Stunde später traf dann der Zug vor dem Rathaus ein: Hier wartete zur Überraschung der Narren bereits Bürgermeister Jörg König, vom Magistrat in Fesseln gelegt. Doch trotz dieses freundschaftlichen Angebots waren die Vertreter der Stadt natürlich fest entschlossen, das Rathaus nicht kampflos aufzugeben: Dafür hatte man eigens ein kleines Liedchen komponiert. Das sorgte aber beim KVH höchstens für Belustigung: »Das Gesangsbattle, das wird aber nichts«, meinten die Narren.

Tanzende Garden und der Sieg bei verschiedenen Spielen – vom Hula-Hoop bis zur Pantomime – sorgten schließlich dafür, dass die Stadt klein beigab. Gerade beim Tanzen konnten die Karnevalesen natürlich Haushoch siegen. »Aber immerhin sind auch alle Tänzer bereits in Ketten gelegt«, sagte Carsten Born. Schließlich musste der wieder freigelassene Bürgermeister die Schlüssel zum Rathaus an die Anführer der Narren übergeben. Mit Böllerschuss und Konfettiregen erklärten die Narren ihren Sieg und luden gemeinsam mit der Stadt Linden alle Besucher dann zu einer Siegesfeier mit Umtrunk in den benachbarten Ratsstuben ein.

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