02. September 2019, 21:53 Uhr

Letzte Handarbeitsschau

02. September 2019, 21:53 Uhr
Anneliese Bergmann (l.) und Edith Hutzfeld beim Waschen. (Foto: pm)

Es war der Abschluss einer besonderen Reihe: Zum zehnten Mal öffnete die Handarbeitsausstellung in Garbenteich. Die Handarbeits- und Strickkreise unter Leitung von Edith Hutzfeld zeigten zwei Tage lang im Admonter Ring 39 ihre Produkte.

Im Mittelpunkt der Schau stand die Präsentation alter Handarbeitsgeräte mit den daraus liebevoll hergestellten Erzeugnissen. Dabei sollte einerseits die Vielfalt der Handarbeit und des Handwerks aufgezeigt, und andererseits ein kleiner Beitrag für den Erhalt überlieferter Kulturtechniken geleistet werden. Die Ausstellerinnen demonstrierten den Besuchern, wie die Gerätschaften verwendet werden. Unter anderem wurden der Webstuhl, das Spinnrad und der Klöppelkasten in Bewegung gesetzt. Edith Hutzfeld und Anneliese Bergmann zeigten, wie zu Uromas Zeiten gewaschen wurde.

Im Wintergarten waren zahlreiche große und kleine Exponate in allen Farben und Mustern in den Techniken Sprang (eine der ältesten Handarbeitstechniken zur Herstellung netzartig gewirkter Geflechte aus parallel gespannten Fäden), Makramee-, Gobelin- und Perlenstickerei, Nadelspitze, Filetknüpfen, Tambour-Stickerei, Haarnetz in Gabelhäkelei, Weißstickerei, Stäbeln, Richelieu, Occhi, Kreuzstich und vieles mehr ausgestellt.

Untrennbar mit Handarbeit verbunden ist die traditionelle Verarbeitung der überlieferten Tracht. Als Leihgaben von Toni Mathes aus Staufenberg konnten alte Gerätschaften, darunter ein Schwingbock mit geerntetem Flachs, bewundert werden. Viel Beachtung fanden auch die aus dem Jahr um 1925 stammende Strumpfstrickmaschine und die aus den 1950er Jahren stammende Kindernähmaschine, eine Leihgabe von Annemarie Wentzel.

Die Besucher staunten und schwelgten in Erinnerungen. Mancher holte sich auch Tipps ab, wie er diese Handarbeitstechniken selbst verbessern kann. Im »Gartencafé« wurde selbst gebackener Kuchen und Kaffee angeboten. Der Reinerlös aus dem Kuchen- und Getränkeverkauf sowie aus dem Verkauf von Flohmarktartikeln und der Tombola kommt erneut sozialen Einrichtungen zugute: Er geht je zur Hälfte an das Zentrum für seltene Krankheiten (SMA Muskelschwund bei Kindern) sowie an das Hospiz für Kinder.

Eine Ausstellung in dieser Form, die seit dem Jahr 1999 in Abständen von zwei Jahren ausgerichtet wurde (mit Ausnahme 2017), wird es in Zukunft nicht mehr geben. Denn die Damen in den verschiedenen Handarbeitsgruppen, die teilweise schon über 30 Jahre zusammen ihrer Leidenschaft und Hobby nachgehen, sind schon alle im Alter von über 70 Jahren. Da fällt die Arbeit und Organisation rund um eine solch große Veranstaltung vielen doch sehr schwer. ´

Schlagworte in diesem Artikel

  • Garbenteich
  • Haarnetze
  • Handarbeit und Nähen
  • Kulturtechnik
  • Ringe
  • Pohlheim
  • der Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 31 - 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.