27. Juni 2019, 21:46 Uhr

Mehrfamilienhaus für Vögel

27. Juni 2019, 21:46 Uhr
Hans-Richard Wegener (3. v. l.) mit seinen NABU-Mitstreitern vor dem ersten Wettenberger Artenschutzhaus. (Foto: m)

Wie passend: Auf dem kürzlich eingeweihten Mehrgenerationenplatz »Bürgerhauswiese«, wo Jung und Alt zusammenkommen können, steht auch das erste Wettenberger Artenschutzhaus und ist in gewisser Weise Teil der vielfältigen Gestaltungelemente, die diese Fläche neu prägen und attraktiv machen. Begrüßt von der Gemeinde Wettenberg, begleitet durch den Umweltbeauftragten, Michael Krick, projektiert durch den NABU Wettenberg, unter Mitwirkung der Koordinatorin der »Bürgerhauswiese«, Anja Bechthold, konnte das imposante Bauwerk mit technischer Hilfe des kommunalen Betriebshofes verwirklicht werden.

Zwei weitere Domizile in Planung

Die Lage des Standortes am oberen Ende der Wiese in der Nähe des Bürgerhauses wurde unter Mitwirkung von Oliver Wegener von der Firma Agrofor und dem Vorsitzenden des NABU Wettenberg, Prof. Hans-Richard Wegener, unter Berücksichtigung aller fachkundigen Erkenntnisse festgelegt. Der Abstand zu Bäumen und Elementen der Garten- und Parkgestaltung sowie die Höhe des Mastes seien ausreichend, sodass auch etwa Mauersegler das Haus ungehindert anfliegen können, so der NABU-Vorsitzende. Im Vorstand des NABU Wettenberg hat man bereits seit Längerem potenzielle Standorte für Artenschutzhäuser und auch weiteren Schwalbenhäusern in Wettenberg eruiert. Zudem ist Wegener seit über 15 Jahren europaweit bezüglich der Standortwahl bei Umsiedlungs- und Ergänzungsmaßnahmen beratend tätig.

Folgende Arten können vom Artenschutzhaus profitieren: Mauersegler, Stare, Haussperlinge, Kohl- und Blaumeisen, Amseln, Garten- und Hausrotschwanz, Zwerg- und Breitflügelfledermaus und viele andere heimische Flieger. Auch sechs Mehlschwalbennester gehören zu den »Mietwohnungen« des Artenschutzhauses. »Wir sind stolz und dankbar, dass das Projekt auch beim RP Gießen Zustimmung fand und von dort maßgebliche Förderung erfuhr«, betonte Wegener, der die Gesamtkosten auf rund 10 000 Euro beziffert. Das zweite Wettenberger Artenschutzhaus soll in Krofdorf-Gleiberg mit Unterstützung der hessischen Umweltlotterie »Genau« gebaut werden. Ein drittes ist für Wißmar vorgesehen.

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