05. Juli 2019, 18:47 Uhr

»Mit 50 Euro um die Welt«

05. Juli 2019, 18:47 Uhr
Christopher Schacht bei seinem Vortrag im Hungener Kulturzentrum. (Foto: kjg)

»Manchmal muss man um die ganze Welt reisen, um die Liebe seines Lebens zu finden - und kann sich damit sicher sein, dass das Abenteuer erst beginnt«. sagte Christopher Schacht anlässlich seiner Lesung im Hungener Kulturzentrum am Donnerstag. Er muss es wissen, lernte er doch bei seiner Reise in Italien Michal, eine junge Deutsche, kennen und lieben, die er vor etwa einem Jahr in Wiesbaden-Schierstein heiratete. Das Paar feierte drei Wochen mit 170 Gästen aus 17 Ländern.

Schachts großer Traum war, einmal um die Welt zu reisen, nach dem er in seinem jungen Leben über die Urlaubsreisen nach Dänemark mit seinen Eltern nicht hinausgekommen war. Aber, wie sollte das gehen? Er hatte kein Geld. Nach dem Abitur setzte er seinen Traum in die Tat um und begann mit 50 Euro in der Tasche seine Weltreise. Er war davon überzeugt, dass es besser sei, mit geringem finanziellen Einsatz zu starten und schnell zu scheitern, als mit viel Geld irgendwann, weit weg von Deutschland und seinem Zuhause, auf die Nase zu fallen. Er hatte seine Reise vorbereitet, sich entsprechend ausgerüstet und gab gleich am ersten Tag 35 Euro aus. Das war in Amsterdam. Sollte das das Ende sein?

Er überdachte seine Situation und entschied, pro Tag nur noch fünf Euro auszuge-ben, die er aber auch erst durch Arbeit verdienen musste. So verdiente er seinen Lebensunterhalt als Goldwäscher, Schleusenwart, Babysitter und Fotomodell. Er nahm die Arbeiten an, die er vor Ort bekommen konnte. In Spanien arbeitete er auf einer Pferderanch und lernte einen 83-jährigen deutschen Rentner kennen, der ihm das Segeln in der Theorie beibrachte. Im Yachthafen von Gibraltar lernte er einen Italiener kennen, mit dem er als »Probezeit« zu den Kanarischen Inseln segelte und bestand. Das große Abenteuer konnte beginnen, und nach 28 Tagen war Südamerika erreicht.

Auf seiner Weltreise bereiste Schacht dann 45 Länder und legte 100 000 Kilometer zu Fuß, per Anhalter und auf Segelbooten zurück, dabei gab es Begegnungen mit giftigen Schlangen und Dieselschmugglern sowie Gewitterstürme auf hoher See.

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