26. Dezember 2018, 21:26 Uhr

Mit Aphrodite auf der Überholspur

26. Dezember 2018, 21:26 Uhr
Die drei Damen von der Senioren-WG: Martina und Hanna Herzberger sowie Doreen Haupt von der Theatergruppe »spät dran« (Foto: siw)

Das Stück mit seinen zweideutigen Dialogen an sich ist schon ein Schenkelklopfer, doch die Darsteller machten es erst zu einem echten Knaller. Die Theatergruppe »spät dran« im Gesangverein Heiterkeit-Sängerkranz Großen-Buseck ließ bei der Premiere des Dreiakters »Resturlaub im Ladyhort« am Ersten Weihnachtsfeiertag ein hochzufriedenes Publikum zurück.

Dafür sorgten die große Spielfreude und köstliche Mimik der Laienspieler. Auffallend die Konzentration des Ensembles und die scheinbare Leichtigkeit, mit der die Pointen treffsicher gesetzt werden. Ein Riesenspaß vor und auf der Bühne. Dank der Maske waren die Darsteller quasi über Nacht gealtert.

Ein »alter Hase« im besten Sinne ist Evelyn Müller als Regisseurin, als Souffleusen bewährten sich einmal mehr Sandra Stephan und Birgit Weber.

Die Ausgangslage: Wotan (mit Andreas Nachtigall Idealbesetzung) wird von seiner Ehefrau Sylvia (Steffi Fast) kurz vor der Goldhochzeit verlassen und benötigt nun eine neue Bleibe. Eine Seniorenwohnung in einer WG mit drei »verhaltensoriginellen« Mitbewohnerinnen kann zur rechten Zeit Herr Schaller (Florian Seipp als Vermieter) anbieten. Aus Sicht von Sohn Maurice (Cedrik Haupt) die beste Lösung. Da Wotan schon ein wenig vertrottelt ist (schlägt 100 Eier mit fünf Gramm Zucker), verfügt Maurice über eine Vorsorgevollmacht und könnte den Vater sogar im Kinderparadies bei IKEA abgeben.

 

Sonntag zweite Aufführung

 

Die drei sehr unterschiedlichen WG-Damen nehmen den alten Herrn gern in ihrer Mitte auf. Emily (Doreen Haupt) hält sich mit ihrer lasziven Unbekümmertheit für unwiderstehlich, was sie auf ihre nette Art auch ist. Ella (Hanna Herzberger), ein Alt-Hippie ohne Geld, lässt keine Demonstration aus und »verkleidet« sich dabei manchmal am Thema vorbei. Elke (Martina Herzberger) bessert ihre Rente als Medikamenten-Testerin auf. Das zeigt nicht nur bei ihr so manche Wirkung.

So kommt es, dass Wotan – statt etwas gegen alkoholbedingte Kopfschmerzen zu trinken – versehentlich ein Glas mit »Aphrodite 32« leert. Damit beginnt für ihn ein lustiger Rausch auf der Überholspur des Lebens. Dies gefällt seiner Ehefrau Sylvia überhaupt nicht. Sie ist fest entschlossen, Wotan zurückzuholen. Wird es ihr gelingen?

Die Antwort auf diese Frage wird nicht verraten, denn am 30. Dezember findet ab 14 Uhr eine erneute Aufführung im Kulturzentrum statt. Für den musikalischen Rahmen werden wie bei der Premiere die Chöre »Felicita« und »Joyful Noise« sorgen. Sie hatten mit mehreren Liedern unter Leitung von Vize-Chorleiter Markus Herzberger und Chorleiterin Bettina Kühn auf den amüsanten Abend eingestimmt, der vom Ehrenvorsitzenden Jürgen Thiele moderiert wurde.

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