26. Juni 2017, 20:27 Uhr

Mit Hightech auf Wachstumskurs

26. Juni 2017, 20:27 Uhr
Typische PVA TePla-Produkte aus Wettenberg: In solchen Hochtemperatur-Vakuum Öfen produzieren Kunden weltweit Hartmetallwerkzeuge, die zum Beispiel bei Tunnelvortriebsmaschinen zum Einsatz kommen. (Fotos: PVA TePla, Archiv)

Peter Abel geht wieder von Bord der PVA TePla AG: Vor drei Jahren zur Hauptversammlung war der Hauptaktionär wieder angetreten, nun gibt er nach getaner Arbeit seinen Posten in dem High-tech-Unternehmen wieder ab.

Dieser Tage fand in der Kongresshalle in Gießen die ordentliche Hauptversammlung der im Gewerbepark West (Krofdorf) ansässigen PVA TePla AG statt. Alle Tagesordnungspunkte wurden mit überwältigender Mehrheit bei einer Präsenz der Anteilseigner von rund 53 Prozent angenommen.

Weitere Tochtergesellschaft in China

Der scheidende Vorstandsvorsitzende Peter Abel erläuterte den Aktionären den Geschäftsverlauf 2016 und die neue Konzernstruktur mit elf Tochtergesellschaften weltweit. Er gab dann einen Überblick über die weltführende Technologie der Tochtergesellschaft MPS GmbH in Wettenberg.

Dort werden laserbasierte Messsysteme zur Messung mechanischer Spannungen und nasschemische Verfahren zur Messung von metallischen Verunreinigungen in den Siliziumscheiben entwickelt. Auf diesen Siliziumscheiben (Wafer) werden elektronische Bausteine aufgebaut.

Der Vorstand für Produktion und Technologie, Oliver Höfer, gab einen Überblick über den Aufbau einer weiteren Tochtergesellschaft in China, die der dort gewachsenen Bedeutung der Halbleiterindustrie Rechnung tragen soll. Zudem stellte er die am Produktionsstandort Jena bereits eingeführte Fließfertigung und die damit einhergehende deutliche Produktivitätssteigerung dar. Diese wird auch am bestehenden Standort in Corona in den USA eingeführt werden. Der Finanzvorstand und mit Abschluss der Hauptversammlung neue Vorstandsvorsitzende Alfred Schopf erläuterte die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres. Gegenüber dem Vorjahr habe sich der Umsatz deutlich erhöht und das Konzernjahresergebnis von minus 1,5 Millionen Euro auf plus 2,9 Millionen Euro eindrucksvoll verbessert.

Peter Abel bestätigte abschließend die Prognose vom Jahresbeginn für die wichtigsten Geschäftszahlen 2017. Für das Geschäftsjahr 2017 werden ein Konzernumsatz und ein Ertrag vor den Abschreibungen in Höhe von rund 85 Millionen Euro bzw. von 6 Prozent erwartet. »Wir haben unsere Ziele für 2016 vollumfänglich erreicht«, sagte Abel. Heute stehe die AG wieder auf stabilen Füßen. Nach der dreijährigen Schwächephase sei man nun wieder in der Lage, auch Übernahmen zu betrachten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Alexander von Witzleben verabschiedete den Gründer und Vorstandsvorsitzenden der PVA TePla AG. Er dankte Peter Abel unter dem Applaus der Anteilseigner für seine langjährige und erfolgreiche Arbeit. Er freue sich besonders, dass Herr Abel dem Unternehmen weiter beratend zur Verfügung stehe.

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