04. November 2016, 12:00 Uhr

Mit dem Herbst auf Augenhöhe Die Kinder und das Keltern

Jaja, die Kraniche. Dank ihrer Zugneigung üben sie auf die Daheimgebliebenen immer wieder eine besondere Faszination aus. Auch motivieren sie zum Fotografieren. Nach den Bildern vom Mittwoch seien zwei besonders gelungene Ergebnisse nachgereicht. Zum einen von Svantje Merker-Gärtner: »Am Montag sind die Kraniche bei herrlichstem Sommerwetter in riesigen Schwärmen über den Gleiberg gezogen. Es waren insgesamt sicher Tausende dieser tollen Vögel, die mit ihren Flugformationen und lautem Trompeten beeindruckt haben. Jedes Mal aufs Neue ist es ein gigantisches Schauspiel, an dem man sich nicht sattsehen kann.« Nebenstehendes Foto trägt den Titel »Kreuzung im Luftverkehr oder: Es geht bei manchen Airlines auch ohne Streik«.
04. November 2016, 12:00 Uhr

Zum anderen der Beitrag von Irmtraut Gottschald: »Auch ich habe die Kraniche fotografiert, aber mal aus einer ganz anderen Perspektive. Ich war auf dem Feldberg im Taunus und schon auf etwa 800 Metern Höhe, als ich die sehr markanten Rufe der Kraniche hörte. Und dann flogen sie auf Augenhöhe an mir vorbei. Ohne den Kopf in den Himmel zu recken, brauchte ich nur geradeaus direkt vor mir die Kamera auszurichten. Eine für mich völlig neue Perspektive.«
Ganz in der Nähe war Monika Bernges unterwegs. Sie schreibt zum untentstehenden Bild: Carpe diem – Nutze den Tag. Wer jetzt nicht geht, ist selber schuld. Ein Rundgang durch das Biotop am Lollarer Kopf entpuppte sich am Samstag als eine Wanderung durch das ganze Farbenspektrum. Alle Farben des Regenbogens waren vorhanden, also ein Herbsttag, der nicht zu toppen war. Durch die Basaltstelen wurde die Leuchtkraft von Birke, Ahorn und Eiche noch erhöht. Vielleicht war es ja die letzte Gelegenheit, diese Farbenpracht zu bewundern. Denn lange hält es die bunten Blätter nicht mehr an den Bäumen. Und mit den ersten kalten Tagen ist die ganze Pracht vorbei.«
Daneben ein Foto von Gabriele Winter: »Menschen kann man in Watte packen, aber wohl auch Städte. Aufgenommen in der Höhe des Bauernhofes Diehl.«
Links zu sehen ist »Flaumur«, auch »Flumi« genannt, von dem Joachim Elbing einige Fotos bereitgestellt hat. Noch hat er dürre Grashalme auf der Speisekarte, doch das Silage-Heu ist schon geliefert.
Ulrich Sann aus Holzheim war beim Apfelernten aufmerksam und entdeckte ein verkleidetetes Exemplar: »Selbst Äpfel feiern Halloween und können grimmig blicken.«
Auch Helmut Hofmann dokumentierte eine genaue Beobachtung mit seinem nebenstehenden Foto: »Heute möchte ich einmal ein Bild eines fast abgestorbenen Apfelbaumes senden. Dieses Bild verdeutlicht, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch eine gewisse Leistung vollbringen kann.«
Kommen wir zum Schluss: Gottfried Cramer aus Hausen schreibt: »Falls Sie noch Platz für ein Foto haben: anbei eine Aufnahme von Samstag, Traktor im Sonnenuntergang oberhalb vom Hombiegel.« (age) Nebenstehende Bildergeschichte soll der Leserschaft nicht vorenthalten werden, zeigt sie doch mit einer Lebendigkeit, dass das Keltern doch immer wieder neue Anhänger findet. Das lässt hoffen, dass es auch in Zukunft verantwortungsbewusste Menschen gibt, die die Ernte nicht zu Fallobst verkommen lassen werden. (age)

Kindergartenkinder kelterten dieser Tage selbst gesammelte Äpfel beim Obst- und Gartenbauverein Obbornhofen, wie Eberhard Müller berichtet: »Die Sonne war zwar hinter Wolken verschwunden, doch das hinderte die Kinder des ›Regenbogenlandes‹ nicht, Äpfel auf der Streuobstwiese direkt hinter ihrem Kindergarten aufzulesen. Die reichlich gesammelten Äpfel passten gerade noch auf den Bollerwagen, den die Kinder bis in die Kommenturgasse zogen. Dort angekommen, wurden die Äpfel als Erstes auf einer alten Dezimalwaage gewogen. Das Ergebnis war beeindruckend. Stattliche 104 Kilo Äpfel hatten die Kinder geerntet.
Was das bedeutete, war klar: Jede Menge Arbeit und Spaß, all die Äpfel zu waschen, auf Faulstellen zu kontrollieren und danach in den Muser zu werfen. Einige Kinder hatten hierin ja bereits Erfahrung aus dem vergangenen Jahr. Das Auslesen ungeeigneter Äpfel nahmen die Kleinen äußerst sorgfältig vor. ›Kann der Apfel auch noch rein?‹ oder ›Hier hat jemand reingebissen. Ist der noch gut?‹, war oft zu hören. Somit wanderten nur qualitativ hochwertige Äpfel in den Muser. Zwischendurch wurde auch der eine oder andere Apfel verspeist und das rohe Apfelmus probiert. Der alsbald aus der Presse auslaufende frische Most wurde von den Kindern selbstständig in Bechern aufgefangen und unmittelbar getrunken.
Die Betreuerinnen hatten Behälter mitgebracht, die ebenfalls mit frischem Most gefüllt wurden. Die verbleibenden rund 50 Liter Saft wurden in einem weiteren Arbeitsschritt pasteurisiert und in Fünf-Liter-Beutel abgefüllt. So haben alle noch die Möglichkeit, auch in den nächsten Wochen bzw. Monaten selbst erzeugten heimischen Apfelmost zu genießen. Die Kinder und deren Betreuerinnen waren sehr begeistert vom Keltern. So freuen sie sich auf eine Wiederholung zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein.«

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