20. September 2019, 22:08 Uhr

NABU: Hohes Niveau bei Mehlschwalben-Population

20. September 2019, 22:08 Uhr

Mit dem Ende der Schwalbensaison gab der NABU Wettenberg soeben die Brutergebnisse bekannt. Bereits im Juli wurden in Launsbach und Krofdorf-Gleiberg die besetzten Nester der Mehl- und Rauchschwalben sowie Bruten von Mauerseglern gezählt.

Demnach ist die Krofdorfer Population der Mehlschwalben mit 259 Paaren weiterhin auf hohem Niveau. Wenngleich vom Höchststand 2010 mit 416 Paaren ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist, scheint sich die Population nach einem starken Bestandseinbruch 2016 (235 Paare) zu erholen. Auch in Launsbach sind die Mehlschwalben auf einem guten Weg: Nach 64 Brutpaaren im Vorjahr konnten aktuell 89 ermittelt werden. Im Vergleich der letzten zehn Jahre ist dies ein neuer Höchststand.

»Schwalbennester sind ganzjährig geschützt«, sagte Experte Reinhold Stork. »Auch wenn die Schwalben nun ihre Brutgebiete gen Süden verlassen, dürfen die Nester nicht beseitigt werden.« Sollte ein Eingriff an Schwalbennestern notwendig werden, etwa wegen einer Haussanierung steht der NABU Wettenberg gern beratend zur Seite.

40 Schwalben beringt

Die Bruten der Mehlschwalben verteilen sich nicht nur auf Nester an Gebäuden, bei denen es sich zu etwa 80 Prozent um künstliche Nisthilfen handelt, sondern auch auf drei Schwalbenhäuser. Mit 43 Paaren brütete etwa die Hälfte der Launsbacher Mehlschwalbenpopulation im Schwalbenhaus nahe des »Viadukts«. In Krofdorf-Gleiberg nisteten 52 Paare im Schwalbenhaus in der Schieferstraße und 36 Paare im Schwalbenhaus an der Reithalle. Beide Schwalbenhäuser werden gerade im Spätsommer von den noch verbliebenen Vögeln als Schlafplätze genutzt. Dies ermöglicht es, hier wissenschaftliche Vogelberingung durchzuführen.

Am Schwalbenhaus Schieferstraße wuden rund 40 Mehlschwalben gefangen und beringt. Dabei gab es auch Wiederfänge bereits beringter Vögel. »Sowohl Erstberingungen als auch die Wiederfunddaten sind für uns sehr wertvoll, da wir hierüber die Altersstruktur der Population ermitteln können«, sagte Beringerin Birgit Herbst. Am Schwalbenhaus Reithalle wurden außerdem ca. 40 Nestlinge beringt.

Während die Mehlschwalben unter den Dachtraufen nisten, bevorzugen die Rauchschwalben das Innere von Gebäuden. »Das Angebot an Nistplätzen in Ställen und anderen Gebäuden ist knapp«, so Stork. Deshalb sei der Bestand der »Stallschwalben« geringer. In Launsbach wurden zehn Brutpaare ermittelt, was eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. In Krofdorf-Gleiberg brüteten 50 Paare (2018: 54).

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