26. Juni 2019, 21:37 Uhr

Netzwerk für Verbleib im Projekt »Dabeisein«

26. Juni 2019, 21:37 Uhr

Für ein Verbleib im Bundesprogramm »Dabeisein« spricht sich das Netzwerk für Demokratie und Toleranz Lumdatal aus. Ende 2016 seien die vier Lumdatalgemeinden Rabenau, Allendorf, Staufenberg und Lollar dem Projekt beigetreten. Anstoß für die Bewerbung zu dem Bundesprogramm hätten fremdenfeindliche, antisemitische und rechtsextreme Gewalttaten gegen Menschen wie körperliche Angriffe gegen einzelne Einwohner bzw. Verfolgung oder Bedrohungen von Personen und gegen Sachen (etwa Türeintreten, Verschandelung von jüdischen Friedhöfen) gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung. Unterstützt wird diese Forderung vom Jugendforum Lumdatal sowie den Fraktionen von SPD und Grünen.

Die massive Häufung und Aggression dieser Taten seit etwa 2012 hätten in Allendorf und Staufenberg zu sogenannten »runden Tischen« geführt, besetzt mit Vertretern gesellschaftlich relevanter Gruppen in den Gemeinden, die zum Ziel hatten, eine breite bürgerliche Basis gegen Gewalt und Hetze und für die Stärkung der Demokratie zu erwirken.

Über diesen Weg habe sich Ende 2013 das Netzwerk für Demokratie und Toleranz Lumdatal gegründet. Die aus den Aktionen und der Öffentlichkeitsarbeit entstandene Präsenz des Netzwerks für Demokratieerhalt und gegen Rassismus, Fremdenhass und Gewalt habe vereinzelt Früchte getragen. Die bekannt gewordenen Straftaten seien zurückgegangen. Das Netzwerk habe aktiv und erfolgreich die Beantragung der Teilnahme am Bundesprogramm »Partnerschaften für Demokratie« unterstützt. Seit November 2016 arbeite das Programm unter dem Siegel »Dabeisein« im Lumdatal. Die seit dieser Zeit durchgeführten Projekte und Aktionen seien zahlreich und deckten ein breites Themenspektrum der Zielgruppen ab.

Die Wirksamkeit im Hinblick auf die Festigung und die Förderung demokratischer Strukturen zeige sich insbesondere bei der engagierten Arbeit des Jugendforums, in dem sich Jugendliche und junge Erwachsene aus allen vier Kommunen für die Umsetzung eigener und auch kommunaler Projekte stark machten. Nicht nur Jugendliche, auch erwachsene Bürger könnten von dem Projekt der vier Kommunen profitieren. Etwa durch die Gründung von Senioren- und Behindertenbeiräten oder Informationsveranstaltungen zu kommunalpolitischen Fragen. Das »Dabeisein«-Projekt könne auf Mittel des Bundes zurückgreifen und verfüge so über eine sehr gute finanzielle Ausstattung, durch die kommunale Projekte und Initiativen gefördert werden könnten.

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