06. Mai 2019, 22:18 Uhr

Neubau startet am 1. Juni

06. Mai 2019, 22:18 Uhr
Die alte Turnhalle wurde bereits im April abgerissen. Derzeit ist der Bauplatz auf dem Schulgelände der Anne-Frank-Schule Linden leer. (Foto: con)

Der Neubau der Turnhalle an der Anne-Frank-Schule in Großen-Linden beschäftigt schon seit Langem Kommune, Kreis und die Lindener Bürger. Mittlerweile ist von der alten Halle nicht mehr geblieben als ein leerer Platz. »Aber es fragen immer wieder Bürger nach, wie es jetzt hier weitergeht«, berichtete Bürgermeister Jörg König am Montagmittag. Deshalb trafen sich Kreisschuldezernentin Christiane Schmahl mit den Beauftragten des Kreises und dem Bürgermeister in der Anne-Frank-Schule, um den weiteren Ablauf vorzustellen.

Seit dem 30. April ist der Abriss der alten Turnhalle offiziell beendet, doch steht bereits in zwei Wochen der nächste wichtige Termin an: Am 20. Mai wird das zuständige Bauunternehmen den Bauplatz übernehmen. Die Arbeiten für die neue Halle sollen am 1. Juni beginnen. Zunächst stehen erst einmal Bodenarbeiten an, bei denen man noch nicht so viel sehen wird. Im Anschluss daran wird die zuständige Baufirma die Fertigteile zur AFS bringen und hier zu einem Gebäude zusammenfügen.

»Bis zum März 2020 soll die Halle komplett stehen«, berichtete Schmahl. Allerdings werden damit die Arbeiten noch nicht völlig beendet sein, da es dann an das Außenareal geht: Der Zugang zur neuen Turnhalle wird barrierfrei sein. Zudem sollen auch neue Fahrradstellplätze eingerichtet werden.

Insgesamt wird die Grundfläche der Halle etwas weniger Platz als ihre Vorgängerin in Anspruch nehmen: 2010 Quadratmeter maß die alte Halle, die neue wird rund 1760 Quadratmeter Platz bieten. Der Abriss kostete exakt 124 712 Euro, der Neubau wird mit rund 3,7 Millionen Euro zu Buche schlagen, die Stadt Linden trägt ein Viertel dieser Kosten.

Stadthalle kommt im Anschluss dran

Zusätzlich übernimmt die Stadt auch die Kosten für den Einbau einer Tribüne in die Halle für rund 296 000 Euro. Geld das aus Sicht des Bürgermeisters sehr gut angelegt ist: »Die Lindener Vereine fragen immer wieder Hallenraum für die verschiedensten Aktivitäten an – in der alten Turnhalle war jedes Zeitfenster voll.« Das bestätigte auch Schulleiterin Uta Schmidt-Frenzl. Einen freien Platz für ein weiteres Vereinsprojekt zu schaffen, wäre meist gleichbedeutend damit gewesen, etwas enger zusammenzurücken und den vorhandenen Platz zu teilen. Die neue Halle werde daher erwartet.

Dass dem Bau der neuen Halle so lange Diskussionen vorausgegangen waren, ist für den Lindener Bürgermeister kein großes Thema mehr: »Hauptsache, wir sind zu einem für alle zufriedenstellenden Ergebnis gekommen.« Besonders der Einbau und die Notwendigkeit der Tribüne in die Halle wurde im Vorfeld hitzig diskutiert. Die Stadt muss aus Sicht des Kreises diese Kosten komplett tragen – hier verwies man als Präzidenzfall auf die neue Turnhalle an der Gesamtschule Hungen, bei der die Schäferstadt ebenfalls die Kosten für dieses »Extra« übernahm. Der erste Entwurf sah Kosten von rund 480 000 Euro vor. Diese konnten durch eine neue Hallenplanung aber um fast 200 000 Euro gesenkt werden.

Wenn die neue Turnhalle dann im nächsten Jahr steht, steht vermutlich direkt das nächste große Sanierungsprojekt in Linden an: Die Stadthalle ist in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Die Vereine können jedoch beruhigt sein: »Vor dem Abschluss der Bauarbeiten an der Anne-Frank-Schule wird dort bestimmt noch nichts passieren«, sagte König.

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