20. Dezember 2018, 22:17 Uhr

Bislang verhaltene Resonanz

Neuer Anlauf für städtischen Seniorenbeirat

20. Dezember 2018, 22:17 Uhr
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Von Volker Heller

Wie viele Beiräte braucht die Stadt? Darüber diskutierte kürzlich das Staufenberger Kommunalparlament. Die Verwaltung hatte je einen Satzungsentwurf für einen neu zu schaffenden Seniorenbeirat sowie eine künftige Kinder- und Jugendvertretung vorbereitet. Staufenberg ist eine von fünf Kreiskommunen, die noch keinen Seniorenbeirat haben.

Das Echo auf eine im Amtsblatt der Stadt erfolgte Befragung der Senioren nach ihren Wünschen und Anregungen war wohl niederschmetternd, nur 21 Fragebögen kamen ins Rathaus zurück. Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) möchte nicht alleine dieses Kriterium gewichten. Nachdem nun einige Zeit verflossen sei, andere Bürger das Seniorenalter erreicht hätten, solle man die zweite Chance nutzen.

»Probezeit« denkbar

Manfred Hein (FW), als Ortsvorsteher der Vorsitzende des gemeinsamen Ortsbeirats von Staufenberg, Mainzlar und Daubringen, sagte: »Wir brauchen keinen weiteren Beirat.« Was bringe ein Beirat auf dem Papier, wenn sich keine Bürger darin aktiv beteiligten. Stattdessen schlug Hein vor, nur noch einen einzigen Bürgerbeirat zu installieren, der dann für alle Anliegen und Altersstufen zuständig wäre.

Claus Waldschmidt (SPD) äußerte zwar Bedenken hinsichtlich weiterer Beiräte, plädierte aber für die zweite Chance. Man könne doch den Seniorenbeirat auf zwei Jahre Probezeit befristen. Ilse Staude (GAL) meinte, in einem Bürgerbeirat kämen die spezifischen Interessen und Probleme einer jeweiligen Altersgruppe zu kurz. Uwe Weimar (FW) fragte, ob es schon Personal für einen Seniorenbeirat gebe.

Christian Knoll (CDU) zeigte Sympathie für Heins Vorschlag. »Wer vertritt eigentlich die Interessen der Altersgruppe zwischen Jugendlichen und Senioren?«, fragte er rhetorisch. Jemand meinte: »Das Parlament.«

Mehrheitlich fasste man den Grundsatzbeschluss für die Gründung eines Seniorenbeirats. Einstimmig fiel auch der Beschluss aus, die vorliegende Satzung nächstes Jahr nachzubessern. Bezüglich einer Kinder- und Jugendvertretung beschloss die Versammlung einstimmig, diese zu installieren und die Satzung aufzuarbeiten.



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