10. Mai 2017, 12:00 Uhr

Eröffnung

Neues Familienzentrum Grünberg ist für alle da

Ob Babysitter-Kurs, Elterncafé oder Filmabend – das am Montag eingeweihte Grünberger Familienzentrum will eine Anlaufstelle für Jung und Alt werden.
10. Mai 2017, 12:00 Uhr
Freuen sich mit Bürgermeister Ide über die »Niederkunft« ihres »Babys« Familienzentrum: Astrid Mekelburg, Sybilla Bansen, Silke Arbeiter-Löffert und Anne Mohr (v. l.).

Wo bis vor Kurzem noch ein Physiotherapeut buchstäblich für Entspannung sorgte, wird jetzt das bereits enge soziale Netz noch enger geknüpft: So sahen es gleich mehrere Redner bei der offiziellen Eröffnung des neuen Familienzentrums Grünberg im Alten Posthof. Auch Bürgermeister Frank Ide, der nach anfügte: »Auf diesem Gebiet sind wir schon ein ganzes Stück vorangekommen.« Sein Dank galt allen, die sich in den letzten vier Monaten seit Übergabe der Räume engagiert haben. Dass dies ein Ort für ganz kleine Leute, große Leute und auch Ältere sei, sich hier alle wohlfühlen sollten, gab er den Verantwortliche mit auf den Weg.

Würdigung durch Land Hessen

Das Familienzentrum ist eine Einrichtung der Stadt Grünberg in gemeinsamer Trägerschaft mit der AWO-Perspektiven gGmbH »MachMal«, dem Beratungszentrum Laubach/Grünberg und dem Diakonischen Werk. Es wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Dass dennoch vieles ohne Spenden nicht möglich wäre, allen Sponsoren Dank gebühre, das ward am Montag betont.

Als erste Mit-Initiatorin skizzierte Astrid Mekelburg (Diakonie) die Ziele des neuen Zentrums. Dabei vergaß sie nicht, die bisher schon geleisteten familienrelevanten Angebote zu erwähnen. Die Förderung durch das Land dürfe man schon als Würdigung dieser Arbeit auffassen. Viele der Aufgaben – für unterschiedlichste Zielgruppen mit unterschiedlichsten Bedarfen – ließen sich zusammen besser erledigen. Auch dafür stehe diese neue Einrichtung.

Ideen willkommen

Allen Trägern gemein, so weiter die Sozialarbeiterin, sei der Anspruch, jenen zu helfen, die bei den Herausforderungen des Familienalltags der Unterstützung bedürfen. Dazu komme der Wunsch, einen Beitrag leisten für die Integration neuer Bürger. Am Ende lud Mekelburg alle ein, sich mit eigenen Ideen in das Familienzenrum einzubringen.

Silke Arbeiter-Löffert (Kinder- und Jugendbüro) stellte hiernach einige der Projekte vor, die die Räume im Posthof mit Leben zu erfüllen sollen. Dazu gehören das vierzehntägige Elterncafé als offenes Beratungsangebot, der Krabbeltreff am Dienstagmorgen und Freitagnachmittag (»wird schon sehr gut angenommen«), die Elternkurse » Fit für Kids« oder auch Filmabende.

Job-Café und Job-Agent

In Planung sind im Weiteren ein Babysitter-Kursus, Angebote der Kreisvolkshochschule und Kooperationen mit der Schulsozialarbeit, auch ein Job-Café, in dem Arbeitssuchenden etwa beim Schreiben von Bewerbungen Tipps bekommen. Oder das Projekt »Job-Agent« des Zaug; hier geht es um Hilfen zur beruflichen Orientierung.

In Grünberg gibt es tatsächlich schon lange ein breitgefächertes Spektrum an sozialen »Dienstleistungen«. Erwähnt seien hier die städtische Kinder- und Jugendpflege, berufsorientierende Maßnahmen der Arbeiterwohlfahrt, die Angebote der Diakonie, daruntee Schuldner- und Schwangerenberatung, das Seniorenbüro oder das Beratungszentrum Laubach/Grünberg, an das sich Menschen mit psychischen Problemen wenden können.

Um dieses Netzwerk, insbesondere was die Zielgruppe Eltern mit kleinen Kindern angeht, weiter zu optimieren, wurde im Vorjahr ein Förderantrag nach Wiesbaden gesandt. Mit Erfolg: Für erhoffte fünf Jahre bewilligte das Land einen Zuschuss von 12 000 Euro per annum. Das Innovative am Grünberger »Modell«, so stellten es die Initiatorinnen im Vorfeld dar, sei der »kooperative, ganzheitliche Ansatz«: Anders als andernorts gebe es hier keine »direkte Anbindung« an eine Kindertagesstätte. Als eigenständige Einrichtung hat man denn auch fast durchweg nicht-kommunale Institutionen als Partner.

Lotse und Plattform

Die Einrichtung sieht sich als »Plattform«, als »Lotse«, und zwar für Menschen jeden Alters, die Hilfe benötigen, Rat suchen. Zu den wichtigsten Zielen zählt das Team die Förderung der Begegnung von Jung und Alt, ebenso das »Zusammenführen bestehender wie das Ermöglichen neuer Angebote.« Dass man erwähntes »Grünberger Pfund«, also die ansässigen Institutionen mit ihren Fachkräften, nutzen will, versteht sich von selbst.

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