31. Oktober 2018, 21:13 Uhr

Neues Logo für Pohlheim

31. Oktober 2018, 21:13 Uhr
denhardt_pad
Von Patrick Dehnhardt
Bürgermeister Udo Schöffmann und Hans Joachim Wagner (r.) präsentieren die neue Internetpräsenz Pohlheims. IT-Beauftragter Martin Lenz (l.) wird sich um die Pflege der Webseite kümmern: »Die Seite ist nie endgültig fertig, sondern immer im Bau.« (Foto: pad)

Pohlheim (pad). Sechs Punkte in Kaminrot – jeder steht für einen Stadtteil. Darüber ein roter Bogen als Zeichen dafür, dass alle sechs Orte unter dem Dach einer Kommune vereint sind. Als Wahrzeichen ist der Limesturm neben dem Namen »Pohlheim« neu dazugekommen. Mit Stolz präsentierte Bürgermeister Udo Schöffmann am Dienstag im Rathaus das neue offizielle Logo der Limesstadt.

»Egal, in welchem Ort wir gefragt haben: Der Limes und der Limesturm sind verbindend«, erklärte Schöffmann, warum man ihn in das Logo der Stadt mit aufgenommen hat. Ansonsten gibt es viele Ähnlichkeiten mit dem bisherigen Markenzeichen. Die sechs Punkte waren etwa bisher lachsfarben. Doch es sorgte stets bei den Druckereien für Probleme, den Farbton zu treffen. Kaminrot ist da wesentlich leichter.

Link zu »Pohlheimer Nachrichten«

Die Ähnlichkeit zwischen Alt und Neu ist gewünscht: »Der Wiedererkennungswert mit dem alten Logo ist gegeben«, sagte der Bürgermeister. Denn Zug um Zug und somit möglichst ohne Mehrkosten soll das alte Logo auf Formularen, Broschüren und Schildern durch das Neue ersetzt werden.

Seinen ersten Einsatz hat das neue Logo der Stadt auf der ebenfalls neuen Homepage Pohlheims: Seit Dienstagmittag ist die neue Seite offiziell erreichbar. Gebaut und entworfen hat sie Hans Joachim Wagner von Asprit Solutions aus Gießen, für die Pflege der Inhalte trägt der IT-Beauftragte der Stadt Pohlheim, Martin Lenz, die Verantwortung.

Die Veränderung war dringend notwendig: Der Aufbau der Internetpräsenz der Stadt war nach aktuellen Maßstäben unübersichtlich. Auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets wurde der Besuch zur Geduldsprobe und Übung in Fingerfertigkeit, da die Internetseite mit den meisten Geräten nicht kompatibel war. Wahrlich kein Aushängeschild für eine Stadt, die zum Oberzentrum aufsteigen will. Im Januar hatte sich die Stadtverordnetenversammlung bei den Haushaltsberatungen mehrheitlich für eine neue Internetseite ausgesprochen.

Schon beim ersten Blick auf die Homepage ist die Veränderung deutlich zu sehen. Statt einer Textwüste blickt man zunächst auf fünf sich abwechselnde Bilder von Sehenswürdigkeiten der Limesstadt. Darunter findet man aktuelle Nachrichten und einen Link zur Online-Ausgabe der »Pohlheimer Nachrichten«. Oberhalb der Bilderleiste blickt man auf die sechs Hauptkategorien des Menüs. Mit einem Klick darauf öffnen sie sich und man kann die jeweiligen Unterkategorien überblicken. Tiefer geht es nicht. »Man soll mit möglichst zwei Klicks das Ziel erreichen«, sagt Lenz.

Um dies möglich zu machen, wurde beim Umstieg auf die neue Internetseite deutlich aufgeräumt. Dafür hatte man sich die Besucherzahlen auf den Unterseiten der alten Internetseite angeschaut. Kaum bis gar nicht besuchte Artikel, die auch nicht grundlegend wichtig waren, entfielen. »Was keiner anschaut, kann man auch weglassen«, sagte Schöffmann.

Ein weiterer Pluspunkt: Unterpunkte, die in mehrere Kategorien passen, findet man auch in mehreren Kategorien. So gibt es etwa einen Link zu den »Kulturellen Vereinen« sowohl unter »Soziales & Senioren« als auch »Vereine & Institutionen«. »Mehrere Wege führen nach Rom«, sagt Wagner. »Aber Rom ist nur einmal da.« Man gelangt also jeweils auf dieselbe Zielseite, egal welchen Weg man dorthin nimmt.

Besonders nützlich ist unter »Rathaus & Politik« der Unterpunkt »Was erledige ich wo«. Egal ob man wissen will, bei wem man ein Nutzfeuer anmelden muss oder wer für den Hochzeitstermin auf dem Standesamt zuständig ist, findet man hier mit einem Klick den richtigen Ansprechpartner.

Wenn man direkt am Fuße der Startseite auf den Pfeil über »So finden Sie uns« klickt, gelangt man in eine weitere spannende Anwendung: Auf dem Stadtplan von Google-Maps kann man sich nicht nur den Standort der Verwaltung anzeigen lassen. Unter Navigation kann man sich die Standorte der Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte, den Verlauf Wanderwege inklusive Höhenprofil oder der Pohlheimer Buslinien sowie der Anschlusslinien in Gießen anzeigen lassen. »Das Angebot bei Google gibt es schon lange«, sagte Wagner. »Nur viele Gemeinden nutzen es nicht Das hat nicht mal Frankfurt.«

Die neue Internetpräsenz blieb übrigens im Gesamtkostenrahmen unter den im Haushalt eingestellten 10 000 Euro. »Die Realisierung bei uns war günstiger, als in einer Stadt wie Marburg allein die Ausschreibung gekostet hat«, freute sich Schöffmann.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos