17. November 2019, 20:16 Uhr

Synode in Großen-Buseck

Noch keine Entscheidung über Verwaltungsstandort

17. November 2019, 20:16 Uhr
Gemeindepädagoge Patrick Papendorf am Rednerpult mit Dieter Sandori und Barbara Lang. (Foto: pm)

Die Gemeindepädagogik in den Dekanaten Grünberg, Hungen und Kirchberg wird nicht mehr nur Kinder und Jugendliche, sondern alle Generationen im Blick haben. Das sieht eine Konzeption vor, die den Synodalen aus den drei evangelischen Dekanaten bei ihrer Herbsttagung in Großen-Buseck vorgestellt wurde. Eine Entscheidung über den künftigen Standort der Verwaltung der drei Dekanate wurde vertagt.

In den 70 Kirchengemeinden, die ab 2022 ein Dekanat bilden, sollen die Schwerpunkte auf der schulbezogenen Jugendarbeit, der Kinder- und Jugendarbeit in noch zu definierenden Regionen, in der Arbeit mit Familien sowie in der Arbeit mit Menschen der Generation 55plus liegen. Grundlage für die neuen Ansätze auf dem Gebiet der Gemeindepädagogik ist das Gesetz zur Gemeindepädagogik, das die Landessynode vor einiger Zeit verabschiedet hat.

Ausgangspunkt ist eine Sozialraumanalyse, die die Arbeitsgruppe Gemeindepädagogik erstellt hat. Dieses Instrument, erläuterte Pfarrerin Barbara Lang den rund 100 Synodalen im Großen-Busecker Kulturzentrum, soll helfen zu ermitteln, an welchen Orten welche Angebote sinnvoll sein könnten. Die stellvertretende Dekanin des Dekanats Hungen informierte gemeinsam mit ihrem Kollegen aus dem Dekanat Kirchberg, Pfarrer Dieter Sandori, über die Aktivitäten der Arbeitsgruppe Gemeindepädagogik, in der alle Hauptamtlichen in der Jugendarbeit mitarbeiten.

Ein konkreter Wunsch aus der Arbeitsgruppe ist die Einrichtung eines Jugendhauses, in dem die Aktivitäten der Jugend im Großdekanat gebündelt werden könnten. Das Freizeitheim auf dem Wirberg mit seinen zwei Zeltplätzen soll nach den Plänen der Arbeitsgruppe für die Kinder- und Jugendarbeit stärker genutzt werden.

Die Arbeitsgruppe wird im Januar die Konzeption den drei Dekanatssynodalvorständen vorstellen. Es ist angestrebt, dass die Synode bei ihrer Frühjahrstagung die neue Konzeption beschließt.

Bei dieser Tagung wird die Synode auch noch einmal einen neuen Anlauf hinsichtlich des Standorts der Verwaltung für das Großdekanat machen. Der Kirchberger Dekan Hans-Theo Daum informierte als Sprecher der Arbeitsgruppe Standort darüber, dass sich erst kurz vor der Synode Entwicklungen ergeben hätten, die eine Verschiebung der Abstimmung über den Standort nötig machten.

Personelle Veränderungen

Im Anschluss an die gemeinsame Synode tagten die Vertretungen der drei Dekanate noch jeweils einzeln. Dabei hatten die Synodalen des Dekanats Hungen ein neues Mitglied in den Dekanatssynodalvorstand zu wählen, nachdem Gertrud Becker im Sommer ihr Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Einstimmig wählte die Versammlung Wolfgang Fritz aus Langd in das Leitungsgremium. Zur Rechnungsprüferin wurde Roswitha Stein aus Muschenheim gewählt.

Auf kurz- und mittelfristige Veränderungen auf den Pfarrstellen im Dekanat bereitete Dekanin Barbara Alt die Anwesenden vor. Nach der Versetzung von Pfarrer Manfred Wenzel in den Ruhestand am 1. August kommenden Jahres werden sich Birklar, Muschenheim und Eberstadt eine Pfarrstelle teilen. Die Stellenausschreibung ist fertig und wird demnächst im Amtsblatt erscheinen, kündigte Dekanin Alt an.

Pfarrer Hartmut Lemp (Villingen und Nonnenroth) geht im November 2020 kurz vor Dekanin Barbara Alt in den Ruhestand. Diesen Schritt geht auch das Pfarrerehepaar Fritzsche im kommenden Jahr. Danach steht den Gemeinden Bellersheim und Obbornhofen nur noch eine halbe Stelle zu - das Dekanat Hungen steht also vor einigen personellen Veränderungen. Die Dekanin kündigte an, dass die Dekanatsleitung rechtzeitig mit allen betroffenen Kirchengemeinden ins Gespräch kommen werde, auch was Fragen von Vernetzung und Zusammenarbeit angeht.

Für die Kirchengemeinde Grüningen hat die Suche nach einem neuen Seelsorger ein Ende. Die halbe Stelle in der Gemeinde wird im Februar 2020 mit Pfarrerin Jutta Martini besetzt. Sie übernimmt gleichzeitig die halbe Stelle Krankenhausseelsorge in der Asklepios-Klinik Lich.

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