03. September 2017, 18:55 Uhr

Nostalgie und eine Prise Abenteuer

03. September 2017, 18:55 Uhr
Bahnfahren kann so schön sein: Eisenbahn-Freunde aus dem Lumdatal im Eisenbahn-Museum in Koblenz. (Foto: lom)

Wenn Schmaadlecker-Markt in Lollar war, hatte der Lumdatal-Verein bislang immer einen Shuttle-Service mit der Bahn organisiert. Das geht nun nicht mehr, denn die Bahnstrecke von Mainzlar nach Lollar wurde entwidmet; dort darf kein Zug mehr fahren. Als Ersatz hatte der Verein deshalb einen Ausflug nach Koblenz organisiert.

Koblenz im Ausnahmezustand

In einem VT 642 Desiro der deutschen Bundesbahn starteten 95 Fahrgäste zur ausverkauften Sonderfahrt nach Koblenz-Lützel, um dort das Eisenbahn-Museum zu besichtigen, um die Stadt zu erkunden oder shoppen zu gehen.

Schon bei der Begrüßung gab 1. Vorsitzender Manfred Lotz zu erkennen, unter welcher Anspannung die Verantwortlichen an diesem Tag standen: »Wir müssen unser Motto heute ändern. Neben Bahn-Erlebnisreise müssen wir noch Abenteuerfahrt einfügen«. Denn, Koblenz befand sich im Ausnahmezustand. In der Nähe des Hauptbahnhofes wurde am Samstagnachmittag eine Flieger-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Dank der umsichtigen Verantwortlicher des Lumdatalbahnvereins um Friedrich Lang und Kerstin Lotz, die immer im telefonischen Kontakt zur DB standen, ergaben sich weder bei An- noch Abreise irgendwelche Probleme.

Gregor Atzbach moderierte während der Fahrt in gekonnter Manier. Entlang der Lahn gab es allerlei zu sehen. »Wir wollen neugierig machen, wollen Fahrgäste gewinnen, die die Lumdatalbahn hoffentlich zukünftig nutzen können, sowie die Aufmerksamkeit auf unseren Verein LB e. V. zu lenken«. Das ist letztlich sehr gut gelungen, wie zufriedene Mitreisenden aus Kassel, Herborn, Gießen und aus dem Lumdatal bescheinigten.

Das DB Museum wartete dann mit einer Vielzahl von historischer Bahnfahrzeuge auf, die von ehrenamtlich tätigen Eisenbahnern gepflegt werden. Zu sehen waren unter anderem der legendäre TEE-Dieselzug VT 601, die klassischen IC Lokomotive 103 und auch der Salonwagen, der Konrad Adenauer bei seiner legendären Moskaureise als Rückzugs- und Besprechungsraum diente.

Der Sonderzug des Lumdatal-Vereins war der erste, der nach der Bomben-Entschärfung wieder auf die Strecke bei Koblenz gehen durfte. Nach einer Extrarunde um die Mittelrheinstadt ging es am Ehrenbreitsteinerufer mit Blick auf das Deutsche Eck und die moderne Rheinseilbahn im Sonderzug mit Kurs auf Wetzlar, Gießen und Lollar zurück

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