02. März 2017, 20:22 Uhr

Ohne Spenden kein Auskommen

02. März 2017, 20:22 Uhr
Magnus Schneider (Mitte, blaues T-Shirt) und Harald Kolmar während ihrer Stippvisite im ländlichen Uganda. (Foto: pm)

Sie haben es in Uganda besonders schwer: Menschen mit geistiger Behinderung und deren Familien. Davon überzeugten sich kürzlich Magnus Schneider (Lebenshilfe Gießen) und Harald Kolmar (Verein EIKOS; siehe Kasten) mit eigenen Augen. Anlässlich eines knapp zweiwöchigen Projektbesuches in dem ostafrikanischen Land zeigten sie sich betroffen angesichts der Bedingungen, unter denen Menschen mit Handicap sowohl in den Städten und vor allem auf dem Lande (über-)leben und manchmal auch lernen müssen.

Kinderzentrum entsteht

Die Lebenshilfe Gießen unterstützt zusammen mit EIKOS (Sitz: Rauischholzhausen) und der in Marburg ansässigen Hilfsorganisation »Terra Tech Förderprojekte« die Selbsthilfeorganisation Inclusion Uganda in ihrer Arbeit für Menschen mit überwiegend geistiger Behinderung und ihre Familien. Das geschieht derzeit im Rahmen eines auf ein Jahr begrenzten Projektes mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dieses Projekt hilft u. a. beim Ausbau eines kleinen Lebenshilfe-Kinderzentrums in der Hauptstadt Kampala. Dort entstehen kleine Räume, in denen neben inklusivem Schulunterricht sowohl die Menschen mit Behinderungen als auch deren Familien und ebenso Fachleute in der Behindertenarbeit geschult werden können.

Inclusion Uganda ist eine Selbsthilfeorganisation, die mittlerweile seit mehr als 30 Jahren existiert und sowohl in Kampala als auch in einigen Regionen in Uganda im Rahmen ihrer Möglichkeiten tätig ist. Und dieses alles weitestgehend ehrenamtlich und ohne feste und bezahlte Mitarbeiter. Die Organisation muss sich regelmäßig um die Finanzierung ihrer Arbeit bemühen, etwa durch Spenden aus der Bevölkerung oder zum Beispiel durch Unternehmen und auch anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Schneider und Kolmar hatten die Möglichkeit, sich vom Engagement der Mitwirkenden zu überzeugen. Sie mussten aber auch feststellen, unter welch teilweise erbärmlichen und unwürdigen Bedingungen die Betroffene besonders auf dem Land leben müssen. Räume in den dortigen ärmlichen Gebäuden haben kaum Einrichtung und Mobiliar, Lehrmaterialien gibt es kaum, die Kinder sitzen in den offenen Schulräumen auf dem Boden. Wohn-, Schlaf- und Kochmöglichkeiten seien für alle Beteiligten nur als katastrophal und unzureichend zu bezeichnen. Resümee von Schneider und Kolmar: »Die Unterstützung für die Menschen mit (geistigen) Behinderungen und ihre Familien durch uns, über dieses Projekt hinaus, muss einfach weitergehen!«

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