28. November 2018, 22:06 Uhr

Am 6. Dezember

Quellenforscher referiert über Artenvielt im Brunnental

28. November 2018, 22:06 Uhr
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Aus der Redaktion

In unseren Quellen leben neben Eiszeitrelikten wie dem Alpenstrudelwurm und der Rhön-Quellschnecke auch zahlreiche seltene Grundwasserbewohner, die auch im Hinblick auf den Klimawandel neue Erkenntnisse bringen können. Über Quellen als Ursprung des Lebens referiert Stefan Zaenker (Fulda) am Donnerstag, 6. Dezember, um 19 Uhr in den »Condomer Stuben« der Gallushalle.

Seit 1996 werden durch den Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen Quellen erfasst und hinsichtlich ihres Zustandes untersucht. Nachdem sich am Anfang die Arbeit im Wesentlichen auf das Biosphärenreservat Rhön und den Nationalpark Kellerwald – Edersee beschränkte, werden zunehmend auch die Quellen im Bereich des Vogelsbergs einbezogen. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz zählen Quellen zu den besonders geschützten Biotopen, die nicht verändert oder zerstört werden dürfen. Leider sind die Quellen bedrohte Lebensräume: Verbauung und Verunreinigung setzen ihnen zu und mancherorts wird das Grundwasser knapp.

2018 lagen Schwerpunkte der Quellenkartierung im Landschaftsschutzgebiet Brunnental in Grünberg und im Naturschutzgebiet Höllerskopf. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden von Quellenforscher Zaenker in Grünberg präsentiert. Die Forschungsergebnisse werfen ein neues Licht auf die Artenvielfalt im Quell- und Grundwasser. Zaenker stellt in seinem Vortrag den Artenreichtum der heimischen Quellen vor, geht aber auch auf die verschiedenen Quelltypen, die Untersuchungsmethoden sowie auf Gefährdungen und Schutzmaßnahmen ein.



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