Kreis Gießen

Sehr unterhaltsam

Als klein, aber fein erwies sich das Winterkonzert im Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) vergangenen Samstag. Die vielseitige Mischung aus Musical, Pop und Filmmusik, ergänzt um einige Eigenkompositionen, überzeugte durch sehr erfreuliches handwerkliches Können und bewirkte eine sehr angenehme Stimmung.
12. Februar 2019, 22:17 Uhr
der Redaktion
Matthias Schmidt (l.) und Stefan Zink singen »Me and my shadow«.	(Foto: usw)
Matthias Schmidt (l.) und Stefan Zink singen »Me and my shadow«. (Foto: usw)

Als klein, aber fein erwies sich das Winterkonzert im Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) vergangenen Samstag. Die vielseitige Mischung aus Musical, Pop und Filmmusik, ergänzt um einige Eigenkompositionen, überzeugte durch sehr erfreuliches handwerkliches Können und bewirkte eine sehr angenehme Stimmung.

Zum Auftakt musizierten Yeo Emde, Wiebke Krämer und Aline Jäckl eine stimmungsvolle Triofassung von Peter Maffays Hit »Ich wollte nie erwachsen sein« aus seinem Tabaluga-Musical. Das Duo Matthias Schmidt und Stefan Zink war gut disponiert und sang mit sehr schönem Groove »Me and my shadow«, einen Titel, den Frank Sinatra und Sammy Davis jr. einst berühmt machten, und der auch nach 40 Jahren immer noch das Publikum erfreut.

Wiebke Krämer mitreißend

Organisiert hatten das Ganze die Musiklehrerinnen Barbara Yeo-Emde (Gesang) und Vera Fillies (Klavier). Sie musizierten beide, hatten zudem aber auch noch einige ihrer zum Teil erwachsenen Schülerinnen und Schüler mitgebracht. Die machten einen durchweg soliden, einige sogar einen herausragenden Eindruck. Yeo-Emde besorgte professionell informativ und sympathisch die Moderation und stellte einige Titel in den Zusammenhang, den Zuhörer unter 30 nicht mehr kennen.

Einen fröhlichen Akzent setzte Fillies dann mit ihrer Version von Henry Mancinis »Baby Elephant Walk«, der so gut gelungen war, dass man den kleinen Racker förmlich vor sich sah; Riesenbeifall. Überdies zeigten auch einige ganz junge Talente am Klavier und beim Gesang überzeugende Arbeiten vor, altersgemäß schlicht, aber gefühlvoll. Den Vogel schoss allerdings Wiebke Krämer ab. Ihre geradezu leidenschaftliche Fassung von »Dear Mr. President« (von Pink und Billy Mann) riss die Zuhörer mit und machte deutlich, welche Gesangstalente in der Region heranreifen. Sie brachte den kritischen Song überzeugend rüber. Es ging noch weiter, und der Abend erwies sich als geschickt zusammengestellt und sehr unterhaltsam.

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