26. Juni 2018, 16:27 Uhr

Wohnungsbau

Sparkasse Grünberg investiert in Wohnraum

Schon im Herbst soll der alte Stammsitz der Sparkasse Grünberg der Abrissbirne weichen: Das Kreditinstitut investiert rund fünf Millionen Euro in den Neubau von drei Mehrfamilienhäusern.
26. Juni 2018, 16:27 Uhr
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Von Karl-Josef Graf
Die Sparkasse Grünberg investiert in Wohnraum: Die ehemalige Filiale Ecke Theo-Koch-/Londorfer Straße weicht Mehrfamilienhäusern. (Repro: Feldmann)

Vorstandsvorsitzende Silvia Linker stellte soeben das Projekt vor. Und betonte, mit der Investition wolle man nicht zuletzt einen Beitrag zur Zukunftssicherung der eigenständigen Sparkasse leisten und zugleich Wohnraum schaffen. Man sehe sich der Region verpflichtet und plane deshalb am ehemaligen Standort in drei Gebäuden 26 moderne und barrierefreundliche Wohnungen in unterschiedlichen Größen (die GAZ berichtete).

Der Neubau an dieser Stelle sei für die Sparkasse die wirtschaftlichste Lösung. Nach Prüfung der Investition unter wirtschaftlichen und städtebaulichen Aspekten habe man sich für Abriss und Neubau entschieden. Die in die Jahre gekommene Substanz der zum Teil leerstehenden alten Gebäude habe eine Sanierung nicht mehr gerechtfertigt, erläuterte Linker.

 

Fertigstellung im Frühjahr 2020

 

Mit Felix Feldmann hat sich die Sparkasse für einen Architekten entschieden, der als gebürtiger Grünberger mit Engagement und viel Herzblut das Objekt planen und vorantreiben wird. Er wolle am Standort zeitgemäßen Wohnraum mit sehr hoher Wohnqualität schaffen, betonte Feldmann vor der Presse.

Ein größeres Gebäude längs der Londorfer Straße mit drei Wohngeschossen und Garagen im Souterrain sowie zwei kleinere Gebäude dahinter mit Kellergeschoss (Teilunterkellerung) und drei Wohngeschossen sollen entstehen. Bei allen drei Gebäuden wird die oberste Etage aus städtebaulichen Gründen als Mansardgeschoss ausgebildet sein; es wird Aufzüge und breitere Türen geben. Das Haus wird laut Feldmann behindertenfreundlich, aber nicht behindertengerecht entsprechend der Bauordnung (HBO) sein.

Die Zwei- bis Vierzimmerwohnungen werden zwischen 50 bis 100 Quadratmeter groß und in unterschiedlichen Grundrissen gestaltet sein. Alle Wohnungen haben entweder eine Terrasse oder einen Balkon. So entsteht ein Generationen übergreifendes und barrierefreundliches Wohnmodell, das mit neuester Energieeffizienz und optimiertem Schallschutz gebaut wird.

Wolfgang Hausmann, der Vorsitzende der Verbandsversammlung, lobte das Projekt. Die Modellansicht zeige, dass es sich gut in die vorhandene Bebauung und die Nachbarschaft des ehemaligen Amtsgerichtes einpasse. Projektsteuerer Rainer Velmeden rechnet damit, dass bis zum Jahresende die Baugenehmigung erteilt und im Frühjahr 2020 das Projekt fertiggestellt sei. Der Abriss könne nach dem Gallusmarkt beginnen.

Vorstandsvorsitzende Silvia Linker betonte, die Sparkasse bleibe Eigentümer des Projektes und werde die Wohnungen vermieten. Bauen und Vermieten habe schon immer zum Geschäftsfeld der Sparkasse gehört. Es gehe auch darum, dass sie durch zinsunabhängige Erträge zukunftssicher bleibe.

In der Stadtverordnetensitzung am Donnerstagabend war einstimmig der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst worden. Dabei war auch die Frage gestellt worden, ob es in diesem Ambiente Sozialwohnungen gebe. Das sei nicht der Fall, sagte Linker. Sie gehe davon aus, dass hier attraktive Wohnungen für Beschäftigte Grünberger Firmen geschaffen werden. Bürgermeister Frank Ide sieht Grünberg bei Sozialwohnungen und Wohnraum zu bezahlbaren Mieten gut aufgestellt. Es gebe in Grünberg gebundene Sozialwohnungen und Wohnungen zu günstigen Preisen.



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