15. März 2019, 22:18 Uhr

Sportgeschäft schließt die Türen

15. März 2019, 22:18 Uhr
Im Intersport-Sporthaus Beppler in Lang-Göns läuft der Räumungsverkauf. Die Konkurrenz aus dem Internet macht den heimischen Einzelhändlern weiterhin das Leben schwer. (Foto: pad)

Ein Kapitel endet, die Geschichte selbst geht aber weiter: Das Modehaus Beppler schließt in den kommenden Wochen sein Sportgeschäft in Langgöns. Das Modehaus selbst bleibt weiterhin geöffnet.

Die Entscheidung, das Sporthaus zu schließen, fiel dem Familienbetrieb nicht leicht. Der Verkauf von Sportkleidung und Sportartikeln gehörte über Jahrzehnte hinweg fest ins Sortiment des Langgönser Traditionsgeschäftes. 1995 wurde die Abteilung in ein eigenes Geschäftshaus ausgegliedert, welches man auf dem angrenzenden Grundstück in der Moorgasse hatte errichten lassen. Am 24. August 1995 wurde das Sporthaus eröffnet.

Gerd und Manfred Beppler hatten in das Sporthaus viel Energie und Motivation gesteckt. Eine Skischleifmaschine wurde eigens angeschafft, Lehrgänge im Besaiten von Tennisschlägern besucht. Mit Intersport hatte man sich einen Partner gesucht, mit dem man in Langgöns ein umfangreiches Sortiment anbieten konnte. Dieses Engagement von den Kunden auch belohnt, die Geschäfte liefen gut. 2001 feierte das Sport- und Modehaus Beppler sein 50-jähriges Bestehen. »Es war der Höhepunkt der Entwicklung«, sagt Geschäftsführer Gerd Beppler.

Doch nun entstand eine Konkurrenz, die nicht nur die Langgönser, sondern die ganze Branche zunehmend spürte: der Internethandel. Besonders im Bereich der Sportartikel und Kinderkleidung wurde immer mehr online gekauft. Dies war für die Sportgeschäfte besonders ärgerlich, wenn sich die Kunden zuerst umfassend vom geschulten Personal beraten ließen, um danach im Internet zu bestellen. Man stemmte sich dem Trend entgegen, investierte in neue Angebote, setzte Akzente. Doch die allgemeine Entwicklung in der Branche konnte man nicht aufhalten. Zunächst schloss das Sport- und Modehaus Beppler im vergangenen September die Kinderabteilung. Nun läuft bei der Sportabteilung der Ausverkauf. Die Entscheidung dazu fiel auch zum jetzigen Zeitpunkt, da Manfred Beppler demnächst in Ruhestand gehen wird.

Konzentration auf klassische Mode

Den Schwerpunkt legt man nun im Modehaus auf Damen- und Herrenbekleidung sowie Wäsche. Klassische Mode und Mittelmode rücken ins Zentrum. »Hier sehen wir die Chancen für die Zukunft«, sagt Gerd Beppler. Die treuen Stammkunden würden vor allem nach Artikeln in diesem Bereich suchen. »Das ist der Kunde, der im Geschäft die Beratung sucht.« Bei den älteren Kunden könne man zudem mit den Parkplätzen direkt vor der Tür punkten.

Mit diesem Schritt kehrt das Modehaus Beppler ein Stück weit zu den Wurzeln des Unternehmens zurück. 1951 hatten Albert und Erna Beppler die Firma »Albert Beppler Textil und Bekleidung« gegründet. Stoffe, Arbeitskleidung, Wäsche und Strümpfe wurden im Wohnzimmer in der Moorgasse verkauft, die Kunden teils auch mit dem Pkw besucht. Das Geschäft lief gut, sodass bald ein kleines Ladenlokal mit 80 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie zwei großen Schaufenstern eröffnet wurde.

In den folgenden Jahren blühte das Geschäft weiter, wurde mehrfach erweitert. Zudem traten Ernst und Martha Beppler in die Fußstapfen der Firmengründer. Mit Gerd und Manfred Beppler wird das Unternehmen heute in dritter Generation geführt.

Zum 25-jährigen Bestehen hatte sich die Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter verzehnfacht, war das Sortiment unter anderem um Sportartikel, Jeans und eine Kinderabteilung erweitert worden. Und das Wachstum hielt an. 1991 eröffnete man nach dem Umbau 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche, die sich über zwei Etagen verteilten. Vier Jahre später wurde das Sporthaus eingeweiht. Was mit den Räumen des Sporthauses nun geschieht, steht noch nicht fest.

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