25. September 2017, 00:15 Uhr

Stimmen zum Wahlausgang

25. September 2017, 00:15 Uhr
In Berlin: Uwe Schulz (AfD) mit Parteifreundin Sandra Weegels.

Helge Braun (CDU): Es ist nicht selbstverständlich, dass wir diesen Wahlkreis nun zum dritten Mal in Folge gewonnen haben. Ich bin erleichtert, dass das wieder geklappt hat, denn wir haben schwierige Jahre hinter uns. Matthias Körner danke ich für den fairen Wahlkampf. Die Koalitionsbildung wird nicht einfach, aber die CDU als einzige Ü30-Partei und die Bundeskanzlerin haben trotz der Verluste, die schmerzen, den klaren Auftrag, eine neue Regierung zu bilden. Ich würde gerne weiterhin an führender Stelle in der Regierung mitarbeiten, aber die Konstellation wird vermutlich eine völlig andere sein als bisher. Vorläufig werde ich die Funktion im Kanzleramt ja weiter ausüben.

Matthias Körner (SPD): So, wie es ausschaut, habe ich den Einzug in den Bundestag nicht geschafft. Aber es gibt auch hier viel zu tun, denn eine wichtige Frage in den kommenden vier Jahren wird sein, wie wir die sozialen Errungenschaften erhalten. Die Entscheidung der SPD, nicht noch einmal in eine große Koalition zu gehen, finde ich absolut richtig.

Uwe Schulz (AfD): Frau Cotar und ich nehmen morgen noch an der Kreistagssitzung teil und fliegen übermorgen nach Berlin. Das wird eine Herausforderung, denn wir kommen dort in einen Apparat, der uns behindern wird, wo es nur geht. Mein Themenschwerpunkt in Berlin wird die Digitalisierung sein. Unsere Kreistagsmandate wollen Frau Cotar und ich behalten. Mal schauen, ob das terminlich klappt.

Eva Goldbach (Grüne): Für mich hat es nicht gereicht, aber mit dem Ergebnis der Grünen insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das Wahlergebnis für die AfD ist eine Zäsur für Deutschland. Wenn die SPD in die Opposition geht und damit die AfD als Oppositionsführer verhindert, müssen die anderen drei Parteien koalieren. Neuwahlen darf es nicht geben. Der Wahlkampf im Kreis Gießen mit einer großartigen Truppe war klasse und eine gute Erfahrung. Jetzt bin ich warmgelaufen für die Landtagswahl im kommenden Jahr.

Hermann Otto Solms (FDP): Es ist eine große Befriedigung, nach der Niederlage von 2013 nun mit einem zweistelligen Ergebnis wieder zurück zu kehren. Dass die SPD von vornherein eine Regierungsbeteiligung ausschließt, findet ich befremdlich. Sie sollte bereit sein, den Scherbenhaufen zusammen zu kehren, den sie mit angerichtet hat. Wir sind zu Gesprächen bereit, aber ob es eine Zusammenarbeit geben wird, bleibt offen. Die Grünen in Berlin sind nicht geschlossen, das macht die Sache schwierig.

Ali Al-Dailami (Die Linke): Das Erststimmenergebnis ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass die Bundestagsfraktion stark bleibt als Gegengewicht zu einer rassistischen Partei. Ich begrüße, dass die SPD eine Regierungsbeteiligung ablehnt, vielleicht könne wir aus einer gemeinsamen linken Opposition heraus etwas entwickeln. (us)

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