08. Juli 2019, 21:41 Uhr

Tempolimit oder gar Sperrung?

08. Juli 2019, 21:41 Uhr

Zu Beginn der jüngsten Bürgersprechstunde stellte Bürgermeister Peter Gefeller in Daubringen zunächst seine seit der letzten Daubringer Bürgersprechstunde angefallenen »Hausaufgaben« vor, darunter die Erneuerung des Spielplatzes in der Lärchenstraße. Eingegangen sei der Förderbescheid zur Teilfinanzierung des Platzes an der Eiche. Auf die Gesamtkosten von 67 000 Euro erhalte die Stadt eine Förderung von 38 000 Euro. Den Rest lege die Stadt aus eigenen Mitteln drauf. Da es vor dem Hintergrund des Baubooms schwierig sei, kurzfristig eine Baufirma zu angemessenen Preisen zu bekommen, werde die Umgestaltung des Platzes wohl erst Mitte des nächsten Jahres fertiggestellt werden können, teilte Gefeller mit.

Durchgeführt wurden auch die gewünschten Geschwindigkeitsmessungen in der Gießener Straße. Dabei seien bei den drei durchgeführten Messungen nur Geschwindigkeitsüberschreitungen von deutlich unter zehn Prozent der kontrollierten Fahrzeuge festgestellt worden.

Von den Bürgern wurden aktuell die extrem hohen Hürden des Dorferneuerungsprogrammes für private Bauherren bemängelt. Von Seiten des Amtes für ländlichen Raum würden Gestaltungsvorschläge unterbreitet, die viele Baumaßnahmen unwirtschaftlich werden ließen. Von daher dürfe sich niemand wundern, dass in Daubringen relativ wenige private Baumaßnahmen über das Dorferneuerungsprogramm laufen würden. Gefeller versprach, diese Kritik an die Verantwortlichen des Amtes für ländlichen Raum weiterzugeben.

Steinewerfen kritisiert

Eine weitere Kritik betraf die Nachmittagsbetreuung in der Waldschule. Das »Geschrei« sei an manchen Tagen kaum auszuhalten. Zudem würden vereinzelt »Steine-Weitwerf-Wettkämpfe« auf einen Glastisch in einem Nachbargarten stattfinden. Beides ließe auf eine fehlende oder zumindest eine schlechte Beaufsichtigung der Kinder schließen. Die Nachbarn baten Gefeller, die Vorfälle der Schulleiterin, aber auch der Schuldezernentin mitzuteilen. Zumindest das Steinewerfen dürfte sich aus seiner Sicht durch das Aufstellen eines Sichtschutzes oder einer einfachen Absperrung verhindern lassen.

Ferner wurde Kritik über Unkrautbewuchs in Straßenrinnen geübt. Gefeller verwies auf die Straßenreinigungssatzung. Verantwortlich seien danach die Anlieger der jeweiligen Straße. Für sie bestehe sogar die besondere Pflicht, gerade die Straßenrinnen »jederzeit von allem Unrat oder den Wasserabfluss störenden Gegenständen« freizuhalten.

Die Bürger interessierte auch die künftige Nutzung der Waldschule nach der Fertigstellung der neuen gemeinsamen Grundschule am Standort des alten Rewe-Marktes. Auch wenn es sicher noch ein paar Jahre dauern werde, bis die neue Grundschule bezogen werden könne, wollte Gefeller nochmals klarstellen, dass für die Stadt keine Pflicht bestehe, gerade am Grundschulstandort in Daubringen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Richtig sei allerdings auch, dass sich die Stadt im Zuge des Grundstücktauschs mit dem Landkreis dahingehend geeinigt habe, an einem von der Stadt frei wählbaren Standort 25 Prozent der künftigen Wohnfläche dem bezahlbaren Wohnraum zuzuführen. Wo genau dieser Wohnraum geschaffen werde, bleibe aber einzig der Stadtverordnetenversammlung vorbehalten.

Ein wichtiger Hinweis betraf noch den Verkehr auf der K 29, also der Verbindungsstraße zwischen Daubringen und Lollar. Gerade durch das Lollarer Neubaugebiet »Lumdaniederung« habe der Verkehr auf dieser äußerst schmalen Straße stark zugenommen. Ein Bürger berichtete, dass ihm nun schon zum dritten Mal der Außenspiegel seines Fahrzeuges abgefahren worden sei. Ein Ausweichen auf die ausgefahrenen Bankette sei lebensgefährlich.

Völlig unverständlich sei, so hieß es, warum auf dieser engen Strecke Tempo 100 erlaubt sei. Die Besucher der Bürgersprechstunde forderten übereinstimmend eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h. Am besten wäre eine generelle Sperrung der Straße, wie dies zur Krötenwanderung bereits der Fall sei.

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