26. Juni 2018, 13:00 Uhr

Glyphosat

Trotz Verzicht: Glyphosat verschwindet nicht aus Buseck

Die Gemeinde Buseck selbst will auf das Unkrautvernichtungsmittel verzichten. Die Landwirte selbst dürfen Glyphosat aber weiterhin nutzen – auch auf Flächen der Gemeinde.
26. Juni 2018, 13:00 Uhr
Dieses Bild bleibt den Buseckern weiter erhalten: Lediglich die Gemeinde selbst verzichtet auf Glyphosat. Landwirte dürfen es weiterhin benutzen. (Foto: dpa)

Ein Zeichen für Insektenschutz und gegen den Einsatz von Glyphosat setzte nun die Gemeindevertretung Buseck. Bei nur einer Gegenstimme wurde der Verzicht auf das Mittel beschlossen.

Der gemeinsame Antrag von CDU und SPD sah vor, dass Glyphosat und anderen Herbiziden auf gemeindeeigenen Flächen nicht mehr benutzt werden. So soll unter anderem ein Beitrag zur Biodiversität erreicht werden. Die Grünen-Fraktion schloss sich dem Antrag an, jedoch mit einigen kleinen Änderungen: Unter anderem soll die Gemeinde regelmäßig über die Gefährlichkeit der entsprechenden Stoffe informieren. Zudem wurden einige präzisere Formulierungen vorgeschlagen und so auch neonikotinoide Insektizide mit aufgenommen.

 

Bauern seien noch nicht so weit

 

Diese Regelungen betreffen jedoch keine verpachteten, gemeindeeigenen Flächen, die landwirtschaftlich genutzt werden: Nach der Vorstellung des Antrags lud der Bauernverband Buseck zu einem Gespräch ein – danach kam man überein, die Regelungen für landwirtschaftlich genutzte Flächen auszusparen. »Das ist für die konventionelle Landwirtschaft noch nicht tragbar«, erklärte Erich Hof (SPD). Hierzu gab es bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung den mehrheitlichen Zuspruch der Busecker Gemeindevertreter.

 

Ehrentitel für Frank Müller

 

Einem Prüfantrag der Freien-Wähler-Fraktion wurde einstimmig zugestimmt: Die Gemeindeverwaltung soll prüfen, inwieweit eine weitere Verkehrsanbindung des Gewerbegebiets »Flößerweg« in Alten-Buseck möglich ist. Dort ist aufgrund des Hochlager-Neubaus bei der Firma Binzel mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. 2019 sollen die Ergebnisse der Prüfung vorgestellt werden.

Einstimmig wurde die Umlegung des Haingrabens im ehemaligen Nato-Munitionsdepot beschlossen. Dieser verlief seit dem Bau des Depots unterirdisch, jetzt soll er einen offenen Bachlauf erhalten. »Dieser Antrag soll ein Beitrag, wenn auch ein kleiner, zur Wiederherstellung des Naturzustands in dem genannten Bereich sein«, begründete Hof. Die Maßnahme werde sich zudem positiv auf das Ökopunkte-Konto der Gemeinde auswirken.

Der Titel des »Ehrengemeindebrandinspektors« soll an Frank Müller vergeben werden: Er war vom 1. Juni 1979 bis zum 26. März dieses Jahres aktives Mitglied der Busecker Feuerwehr. Von 1992 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst hatte er die Position des Gemeindebrandinspektors inne. Die Gemeindevertretung stimmte einstimmig für die Verleihung.

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