26. Juni 2019, 21:37 Uhr

Urbanes Wohnen in Hüttenberg?

26. Juni 2019, 21:37 Uhr

Entstehen in Hochelheim 54 bis 62 neue Wohnungen auf dem ehemaligen Kappa-Gelände? Diese Frage treibt derzeit viele Anwohner in Rechtenbach um. »Carré 2020 - Urbanes Wohnen in Hüttenberg« lautet der Name des Projekts, das die Kashi Immobilien GmbH & Co. KG im Leihgesterner Weg umsetzen will. Jetzt befasste sich die Gemeindevertretung mit dem Thema - die grundsätzliche Frage konnte aber noch nicht beantwortet werden. Kommt das Projekt oder nicht?

Auf dem ehemaligen Industriegelände könnten insgesamt sechs Wohnblocks errichtet werden: 16 Meter hoch mit fünf Stockwerken (inklusive Keller und Dach) und relativ eng beieinander stehend wäre das ein Projekt, das für eine Gemeinde wie Hüttenberg eher selten anzutreffen ist. Geplant ist eine Mischung aus altersgerechtem und generationsübergreifendem Wohnen sowie Gewerbe. 450 Quadratmeter Gewerbeflächen für Dienstleistungsunternehmen, Freiberufler oder Arztpraxen sind geplant, dazu noch einmal 4000 Quadratmeter Wohnfläche auf drei Etagen mit Staffelgeschoss. Gerade diese Größe ist es, die den Anwohnern Sorgen macht: Über 100 Unterschriften kamen bei einer Sammlung zusammen, die dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung übergeben wurde. Darin bekräftigen die Betroffenen, dass man eine »niedrigere und maßvollere Bebauung« wünsche. Jedoch wird auch gesagt, dass man keine generellen Probleme mit dem Projekt habe.

Offene Fragen

Ähnlich sehen das Mitglieder der Gemeindevertretung: »Hier soll viel Wohnraum ohne Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen entstehen«, erklärte Oliver Hölz (FWG) die Vorzüge des Projekts. »Allerdings bedeutet es gleichzeitig völlig neue Dimensionen des Bauens in unserer Gemeinde«. Auch aus dem Ortsbeirat kam eine einstimmige Ablehnung der derzeitigen Pläne. Von Seiten der CDU kam Kritik an der massiven Bauweise, die SPD kritisierte, dass noch viele offene Fragen zu klären sind: »Unter anderem müssen die verkehrlichen Auswirkungen des Baus noch geklärt werden«, meinte Volker Breustedt. Zusätzlich betonte er, dass auch die Feuerwehr bei einer so hohen Bebauung mit einer Drehleiter ausgestattet werden müsse - die Anschaffung ist aber vertraglich so geregelt, dass der Investor hier die Sorge zu tragen habe, die laufenden Kosten trägt jedoch die Gemeinde.

Diese Fragen gilt es nun in den kommenden Sitzungen zu klären: Denn die Gemeindevertreter beschlossen mehrheitlich, die Entscheidung zu vertagen. 22 Gremiumsmitglieder stimmten dafür, das Thema noch einmal zur Diskussion in den Bau- und Verkehrsausschuss zu überweisen, fünf Mitglieder des Gremiums waren dagegen, es gab eine Enthaltung.

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