08. Juli 2019, 21:41 Uhr

Utphe ist stolz auf seine Feuerwehr

08. Juli 2019, 21:41 Uhr
Im Rahmen des Feuerwehrfestes werden in Utphe langjährige Mitglieder geehrt. Das Foto oben zeigt die 25- und 30-jährigen Jubilare, unten die Mitglieder, die seit 40, 50, 60 und 70 Jahren dabei sind. (Fotos: tr)

Mit einer Ausstellung historischer Feuerwehrfahrzeuge und einem bunten Programm, in deren Mittelpunkt die Ehrungen zahlreicher langjähriger Mitglieder stand, endete das zweitägige Fest, mit dem die Feuerwehr Utphe ihr 70-jähriges und deren Jugendfeuerwehr ihr 45-jährigen Bestehen feierten.

Begonnen hatte das Fest am Samstag mit einem Festzug, an dem zahlreiche historische Traktoren sowie weitere Landmaschinen teilnahmen (die GAZ berichtete). Der Sonntag begann mit der Ausstellung historischer Feuerwehrfahrzeuge und -geräte. Zu sehen waren Schlauchwagen aus dem Beginn des vorherigen Jahrhunderts. Aus Büdingen war ein Löschgruppenfahrzeug aus dem Baujahr 1942 dabei, das zunächst in Langenselbold und später in der Feuerwehr Büdingen-Wolf bis in die neunziger Jahre seinen Dienst versah. Seitdem nehmen die Büdinger mit ihrem Oldtimer an vielen Ausstellungen und Festen teil. Das Fahrzeug wird von altgedienten Feuerwehrmännern instand gehalten.

Noch älter ist die Magirus-Tragkraftspritze Goliat II aus dem Jahre 1933 der Hungener Feuerwehr. Für die Besucher war es eine interessante Schau, an der sich rund 25 Fahrzeuge aus den vergangenen Jahrzehnten präsentierten.

Während der Ausstellung und bis zum Festprogramm am Mittag unterhielten die König-Ludwig-Musikanten aus Biebertal die Besucher im Hofgut der Familie Müller. Hatte es zunächst noch geregnet, änderte sich das Wetter schnell und es strahlte die Sonne über dem Hofgut. Vorsitzende Andrea Büttel konnte dort zahlreiche Ehrengäste und viele Besucher begrüßen. Sie ging vor allem auf die Ereignisse in den letzten Jahren ein. So konnte der Umbau des Unterrichtsraums durchgeführt werden und pünktlich zum Fest ein neuer Mannschaftstransportwagen sowie ein Tragkraftspritzenfahrzeug in Dienst gestellt werden.

Erfolgreicher Nachwuchs

Einen Großeinsatz hatte die Utpher Feuerwehr im Januar, als sie zu einem Werkstattbrand gerufen wurde, der sich zu einem Großbrand entwickelte. Neben den Utphern waren zahlreiche weitere Feuerwehren im Einsatz.

Die Vorsitzende sagte, die Bürger könnten stolz auf die Feuerwehr sein. Freiwillige würden sich seit 70 Jahren um die Sicherheit der Bürger im Dorf kümmern. Dank sagte die Vorsitzende an Jürgen Müller, der für dieses Fest und für zahlreiche Veranstaltungen das Hofgut zur Verfügung stellte.

70 Jahre Freiwillige Feuerwehr bedeuten, an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger ehrenamtlich da zu sein, betonte Ortsvorsteher Karl-Ludwig Büttel. Dieser Meinung schloss sich auch Landrätin Anita Schneider an. Die vielen Ehrenamtlichen stellten die Sicherheit anderer Menschen für sich in den Vordergrund.

Dass die Utpher Feuerwehr nicht nur in der Einsatzabteilung, sondern auch bei der Jugendfeuerwehr gut aufgestellt ist, zeige, dass der Nachwuchs bereits zweimal Kreismeister geworden ist. Das verdiene Dank und Anerkennung. 70 Jahre Feuerwehr und 45 Jahre Jugendfeuerwehr sei zwar kein klassisches Jubiläum, verdiene aber dennoch Anerkennung, sagte Bürgermeister Rainer Wengorsch. In diesen Jahren haben sich die Anforderungen an die Mitglieder der Wehren verändert und auch die Ausstattung der Gerätschaften habe sich grundlegend geändert. Er sei sicher, dass die Wehr auch die kommenden Anforderungen wie E-Mobilität meistern könne. Auch werde die Waldbrandgefahr künftig eine größere Rolle spielen.

Dank und Anerkennung sprachen auch vom Kreisfeuerwehrverband Stefan Becker, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Markus Leopold und der stellvertretene Stadtbrandinspektor Jörg Ritter aus. Umrahmt wurde das Programm von den Stepping Sisters aus Inheiden und den Traaser Töchtern aus Trais-Horloff mit einigen Tanzbeiträgen.

Ehrungen

25 Jahre: Horst Bornmann, Anja Eiser, Klaus Höcher, Horst Hupka, Harald Metzger, Harry Rodriguez, Martin Rodriguez, Daniel Schmidt und Hans-Jürgen Weber.

30 Jahre: Gerald Apel, Frank Belzer, Carmen Bodem, Manuel Brandt, Christian Eichenauer, Alexander Fett, Dieter Herbert, Marc Krüger, Frank Müller, Timo Schwarz, Thorsten Skolaut, Kai Swoboda, Wolfgang Soppa, Bertold Steffan, Marc und Yvonne Wengorsch, sowie Marco Zoll.

40 Jahre: Karsten Bodem, Andrea Büttel, Stefan Büttel, Stefan Dörr, Helmut Eichenauer, Wolfgang Fett, Uwe Filsinger, Werner Grubmüller, Dieter Möll, Horst Schwarz und Volkmar Swoboda.

50 Jahre: Rainer Krüger, Gerd Neunobel, Gerhard Renner, Winfried Weiß, Fritz und Walter Wengorsch, Bernd Wohlers sowie Hans Zoll.

60 Jahre: Herbert Apel, Erich Beltzer-Haupt, Harald Gräf, Dieter Schneider und Ewald Schwarz.

70 Jahre: Willi Tag und Heinz Cassebeer.

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