27. August 2019, 22:32 Uhr

Weiter »Dabei sein«

27. August 2019, 22:32 Uhr
Der Dirtpark ist die bisher in der Öffentlichkeit auffälligste Maßnahme, die über das Projekt »Dabei sein im Lumdatal« vom Bund finanziell gefördert wurde. Doch es ist nicht nur auf die Belange Jugendlicher ausgerichtet. (Archivfoto: vh)

Vor den Sommerferien hatte der städtische Sozialausschuss dem Parlament die Fortführung des Programms »Dabei sein« ab 2020 empfohlen. Nun tagte die Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus und, nachdem das Programm seit 2016 besteht, mussten auch grundsätzliche Dinge noch geklärt werden. Nach ausführlicher Diskussion entschied man sich mit 16 Jastimmen für die Fortsetzung. Es gab zwei Neinstimmen und eine Enthaltung. Zu klären war zunächst die Begrifflichkeit. Aus dem Förderprogramm »Demokratie leben« des Bundes war 2016 die sogenannte Partnerschaft für Demokratie der vier Lumdatalkommunen Lollar, Staufenberg, Allendorf und Rabenau entstanden. Dieses Projekt nennt sich »Dabei sein«.

Das Projektergebnis »Jugendforum für das Lumdatal« ist nur ein Bestandteil von »Dabei sein«. Weil dieses Thema zuletzt die Ausschüsse aller vier Kommunen arg beschäftigte, entstand wohl der Eindruck, die Ansprechpartner des Projekts seien ausschließlich Jugendliche.

Nun kam zur Sprache, dass Brunhilde Trenz (BfA/FDP) beantragt hatte, in den Toiletten des Heimatmuseums für Sitzerhöhungen Geldmittel aus »Dabei sein« zu beantragen. Der für Fördergeld zuständige Begleitausschuss des Projekts genehmigte die Mittel.

Bürgermeister Thomas Benz (FW) informierte, Rabenau habe die finanzielle Beteiligung von 7000 Euro jährlich für Personalkosten des Projekts ab 2020 nicht weiter tragen wollen. Die übrigen Bürgermeister hätten zusammen eine Lösung gefunden. Reiskirchen und Buseck seien künftig beteiligt, sodass der Projektname in »Dabei sein - in den Gießener Lahntälern« geändert wurde.

Je nachdem, wie Rabenau sich nun entscheide (heute Abend stimmt das Parlament erneut ab), lägen die Kosten pro Kommune jedenfalls deutlich unter 7000 Euro, so Benz. Er nannte das Projekt »sinnvoll«. Brigitte Heilmann (SPD) sagte, es fördere das bürgerschaftliche Engagement auch, aber nicht nur bei den Jugendlichen. Sie bedauerte, »es ist noch nicht richtig angekommen«.

Ulrich Krieb (CDU) fiel aus allen Wolken und sagte: »Von Zuschüssen an Dritte war nie die Rede. Was läuft hier hinter den Kulissen?«. Das Thema Jugendforum habe bisher das Projekt dominiert, eine andere Zielgruppe sei bis heute nie Thema gewesen.

Das Jugendforum sei hauptsächlich in Staufenberg aktiv geworden. Dort sei auch ein »Dirtpark« entstanden. Reiner Käs (FW) machte sich zum Sprecher des Allendorfer Jugendpflegers Klaus Dieter Gröger. Der habe sich plötzlich in Konkurrenz zum Jugendforum gesehen und abgelehnt, dessen Satzung übergestülpt zu bekommen. Allendorfer Jugendliche seien mittels Satzung bereits organisiert. Käs warnte, wenn zwischen dem Projektmitarbeiter Andreas Schaper und Gröger kein Einvernehmen erzielt werde, komme man keinen Schritt weiter.

Helmut Wißner (Grüne) setzte Prioritäten. Erst einmal solle Allendorf das Projekt fortführen, um Fördermittel abrufen zu können, dann käme der Konflikt im Jugendbereich an die Reihe. Benz nannte aus dem Stehgreif eine Fördermaßnahme: Der Fußboden im Jugendzentrum Nordeck müsse erneuert werden.

Hauptamtsleiterin Christina Fricke gab bekannt, die Allendorfer Jugendlichen hätten sich jetzt entschieden, beim Jugendforum nicht auszusteigen, gleichgültig wie sich die Stadt Allendorf entscheide. Benz machte deutlich, die Stelle des Jugendpflegers Gröger habe Bestand. Er hoffe auf mehr Zusammenarbeit der städtischen Jugendpflege mit dem Jugendforum von »Dabei sein«.

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