03. Mai 2019, 18:57 Uhr

Wenn die Senioren nicht zum Bild kommen, kommen die Bilder zu den Senioren

03. Mai 2019, 18:57 Uhr

Als in Allendorf an der Lumda zwei junge Männer große Bilder durch die Altstadt schleppten, wunderte sich so macher Allendorfer, was das Ganze soll. Markus Bender erklärte es: »Zurzeit läuft meine Ausstellung ›Ein paar Hände voll Glück‹ im Künstlerhof Arnold mit Fotos, Interviews und Zeichnungen zum Thema Glück.« Zur Eröffnung konnte er viele Gäste begrüßen. Doch das Gebäude hat ein Manko: Treppen. Diese hielten ältere Besucher davon ab, die Ausstellung zu besichtigen.

Brunhilde Trenz, Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins und Torsten Denker, Leiter der Kreisvolkshochschule (KVHS), kamen auf die Idee, die Bilder einfach zu den Leuten zu bringen, wenn sie selbst nicht kommen könnten.

Gesagt, getan: Gemeinsam mit dem pädagogischen Mitarbeiter der KVHS Eric Mootz transportierte Bender einige der Bilder in die Remise gegenüber des Heimatmuseums zum monatlichen Senioren-Mittagstisch. Außerdem hatten die beiden einen Beamer im Gepäck, um einen 13-minütigen Film von der Eröffnung zu zeigen.

Bender erzählte von witzigen Begebenheiten: Der »Fliegende Pfarrer« Hartmut Lemp aus Nonnenroth, der mit seinen ungewöhnlichen Wegen für Glück sorgt, erzeugte besonders laute Lacher unter den rund 30 Anwesenden. Einige kannten den Gottesmann. Die Senioren erfuhren außerdem vom Glück der Kinder der Evangelischen Stiftung Arnsburg in Lich, dem der Geschäftsleute oder der Menschen von nebenan.

Mootz und Bender stellten selbst Fragen nach dem Glück, der Zufriedenheit, dem was schön ist oder froh macht und auch etwa nach der Barrierefreiheit in Allendorf. Die Senioren hatten Antworten. Sie gaben Bürgermeister Thomas Benz Anregungen für Allendorf mit auf den Weg. Persönlich stand die Gesundheit ganz oben. Ein Herr berichtete davon, wie im Zweiten Weltkrieg nur ganz knapp ein Geschoss an ihm vorbeiflogen sei. Das Gefühl der Erleichterung in diesem Moment sei eines der schönsten Gefühle seines Lebens gewesen.

Eric Mootz erläuterte die Hintergründe der Veranstaltung: Er suche nach Möglichkeiten Bildung barrierefrei zugänglich zu machen, insbesondere für Personen mit Behinderungen. (pm/Foto: pm)

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