26. Dezember 2017, 19:32 Uhr

Wider die »Ich-zuerst-Mentalität«

26. Dezember 2017, 19:32 Uhr
Staatssekretär Dr. Manuel Lösel im Gespräch mit Ilse Arnold. (Foto: bf)

Respekt, den wollen wir alle. Von der Familie und Freunden. Von Fremden im Bus, auf dem Fußballplatz und im Straßenverkehr. Häufig begegnen wir aber einer »Ich-zuerst-Mentalität«. Wir wollen an einem Ort zu Hause sein, in dem das Miteinander zählt und die Vielfalt einer Gesellschaft. Wo unsere Nachbarn nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame suchen. Dafür steht die Hessische Landesregierung. Und diese hat dem Thema gleich ein ganzes Jahr gewidmet hat: »Hessen lebt Respekt« heißt die Kampagne, die Ministerpräsident Volker Bouffier ins Leben gerufen hat.

Dank für stille Helden

Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit ging es nun seitens der Landesregierung darum, denen zu danken, die für die Mitmenschen Dienst tun an diesen besonderen Tagen. Derweil viele in der Advents- und Weihnachtszeit den Besuch von Weihnachtsmärkten mit ihrem Lichterglanz, besinnliche Adventssonntage und Feiertage mit der Familie, Krippenspiele und Weihnachtsfeiern genießen, müssen andere in dieser Zeit einen unverzichtbaren Dienst leisten. Ob Polizei, Feuerwehr oder Rettungskräfte, ob Pflegepersonal oder Ärzte, ob Sozialbetreuer oder Justizbeamte und viele andere mehr.

An diese stillen Helden des Alltags erinnerte der Staatssekretär im Kultusministerium, Dr. Manuel Lösel, als er am ersten Weihnachtsfeiertag das Seniorenzentrum Linden besuchte. »Menschen, die diesen Dienst für uns und die Gesellschaft leisten, verdienen unsere Anerkennung und Wertschätzung und einfach auch einmal ein Danke«, unterstrich der Staatssekretär, als er der stellvertretenden Einrichtungsleiterin Christa Hofmann-Bremer einen Umschlag »für die Kaffeekasse« überreichte.

Dr. Lösel hatte sich an diesem Vormittag Zeit genommen, besuchte den von Pfarrerin Angelika Maschke gehaltenen Gottesdienst im Seniorenzentrum um anschließend nach einem Rundgang das Gespräch mit den Mitarbeitern und Bewohnern zu suchen. Hatte Lösel sich beim Gottesdienst noch ans Klavier gesetzt, um den musikalischen Ausklang zu begleiten, so verriet er in der Gesprächsrunde mit Einrichtungsleitung und -beirat, Pflegekräften und Auszubildenden, dass er den Bau des über rund 100 Betten verfügenden Hauses während seiner Zeit als Lehrer an der Anne-Frank-Schule gerne verfolgt habe. Der Weg zur Schule führte ihn an diesem Haus vorbei; die Besuche mit den Schulchören trugen dazu bei, das Haus kennenzulernen. Bereits seit zehn Jahren lebt Ilse Arnold im Seniorenzentrum. »Ich bin auf Pflege angewiesen«, betonte die Leihgesternerin, die dem Einrichtungsbeirat des Hauses angehört. Sichtlich angetan zeigte sich der Staatssekretär von den Berichten von Souleymane Sidibe aus Mali, der seit vier Jahren in Deutschland lebt und hier als Altenpfleger tätig ist: »Ich habe bei einem Praktikum schnell gemerkt: Mit alten Menschen kannst Du auch Spaß haben«.

Die Mitarbeiter und Auszubildenden forderte Dr. Lösel dazu auf, darüber zu reden, dass es ihnen Spaß bereite, hier ihrem Beruf nachzugehen oder einen solchen zu erlernen: »Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine Arbeit ist, die einem viel gibt.«

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