21. Juni 2018, 22:08 Uhr

Wir gehen wieder auf Schatzsuche

Das Gießener Land ist reich an Schätzen und wertvollen Orten, besonderen Veranstaltungen, touristischen Kleinoden und einladenden Wirtshäusern. Während der Sommerferien stellen wir einige davon vor. Die Kreisredaktion lädt in den kommenden Wochen erneut zur »Schatzsuche«. Heute geht’s los! Wo also befindet sich dieser Schatz?
21. Juni 2018, 22:08 Uhr
Wer kennt die Örtlichkeit, die von unserer Leserfotografin Anne Steinmetz so schön bei Nacht eingefangen ist? (Foto: Steinmetz)

Im Roman »Mondfeuer« ist unserem Schatz, nach dem wir heute suchen, von der amerikanischen Bestseller-Autorin Donna Gillespie (respektive ihrem kreativen deutschen Übersetzer Manfred Ohl) ein literarisches Denkmal gesetzt worden. »Dort ... wuchsen nur niedrige Bäume und dichtes Gestrüpp. Die Gegend wirkte abweisend und öde. Doch von hier hatte man einen weiten Blick über das Land«, heißt es in dem historischen Roman, der vor rund 2000 Jahren spielt.

Aber abweisend und öde? So ist es heute dort keinesfalls mehr. Der weite Blick übers Land fasziniert derweil unverändert. Doch um den zu genießen, muss erst einmal kräftig bergauf gewandert werden auf einen Basaltkegel, auf dem seit dem Mittelalter eine Burg thront. Längst ist der Bau eine Ruine, in deren Erhalt immer wieder ordentlich investiert werden muss.

Von oben schweift der Blick ins Land, bis zum Vogelsberg im Osten oder in den Taunus im Süden. Und freilich hinüber zur Nachbarburg. Denn beide Anlagen aus dem Mittelalter sind in ihrer Geschichte eng miteinander verbunden.

Es ist zwar nicht ganz so wie beim Dünsberg, der alle seine Besucher gleich macht, weil sie eben nur zu Fuß nach oben auf den Gipfel gelangen können. Doch auch bei unserem heutigen Ziel empfiehlt sich der Aufstieg des letzten Stückes zu Fuß, denn die Stellflächen für Autos nahe der Burg sind knapp und das letzte Stück ist wahrlich steil.

Wer ganz oben ankommt, der kann sich auf dem Plateau im Biergarten niederlassen oder in der gemütliche Schänke einkehren – sehr zu empfehlen ist der selbstgebackene Kuchen der Frau Wirtin...

Doch nicht nur die Burg selbst ist einen Besuch wert – auch das zu deren Füßen am Berg gelegene Dörfchen bietet das eine oder andere Sehenswerte: Reste der einstigen Befestigungsmauer, ein Backhaus, einen jüdischen Friedhof, einen prächtigen alten Hof… Hier und da finden sich Erklärstücke auf Tafeln an den bedeutsamen Gebäuden.

Für den Abstieg lohnt der Weg nach Norden oder nach Osten, eben über Wiesen und Felder, durch alte Streuobstbestände – und immer wieder gerne mit Blick aufs Burgenpanorama.

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