10. Mai 2019, 22:21 Uhr

Zeichen stehen auf Erweiterung

10. Mai 2019, 22:21 Uhr
Braucht mehr Platz: die Hofburgschule. (Foto: con)

Bereits vor der letzten Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Buseck am Montag war die Aufregung rund um die Pläne des Umbaus der Hofburgschule Alten-Buseck mit Schaffung für Räume für die Kindertagesstätte groß. Anwohner fühlten sich zu wenig über das Projekt und dessen Auswirkungen informiert. Am Donnerstag wurde der Punkt nun ein weiteres Mal in der Sitzung der Gemeindevertretung intensiv diskutiert: Zwei Sitzungsunterbrechungen, und rund zwei Stunden Zeit waren nötig, um schließlich eine Abstimmung zu erreichen.

Kreisschuldezernentin Christiane Schmahl war am Donnerstag bei der Sitzung zu Gast, um für das Projekt zu werben. Geplant ist, dass Gemeinde und Kreis gemeinsam an den Vergrößerungsbau der Schule in der Pestalozzistraße herangehen: Auf dem benachbarten Bolzplatz soll ein zweistöckiges Gebäude entstehen. Neben Klassenräumen sollen auch Räume geschaffen werden, um zwei Kindergartengruppen unterzubringen. Letzteres ist nötig, da die Pläne für einen zentralen Kindergarten am Ortsrand von Alten-Buseck gescheitert sind.

177 statt 144 Schüler

Doch nicht nur der Platz für die Kinderbetreuung ist dringend nötig: »Bei den neuen Schülerzahlen im Herbst wurde klar - die Schule platzt aus allen Nähten«, erklärte Bürgermeister Dirk Haas. Derzeit werden hier 114 Schüler unterrichtet. »Für die kommenden zehn Jahre wird von einer Steigerung auf 177 Schüler ausgegangen«, berichtete Schmahl. Es ist klar, dass bei so einem Plus mehr Klassenräume gebraucht werden.

Sollten sich Gemeinde und Kreis für den Bau zusammentun, könnten Synergien erzeugt werden, sodass für beide Seiten die Kosten sinken. »Es ist eine gute Chance, deshalb will ich für dieses Projekt werben«, sagt Schmahl weiter. Für den Bau auf dem Sportplatz sieht sie unterdessen keine wirkliche Alternative: »Natürlich könnte der Kreis die Schule auf dem Schulhof erweitern - aber das würde teurer für den Kreis und die Gemeinde werden und die Schulkinder hätten in den Pausen weniger Platz.«

Was während der Sitzung auch offensichtlich wurde: Keine Fraktion ist komplett gegen die derzeitigen Pläne - nur wurde sich etwas mehr Öffentlichkeit gewünscht. Gerade um die Einbeziehung der Bürger ging es bei einem Antrag der Fraktion der Freien Wähler: »Es ist durchaus eine tolle Idee - aber das heißt nicht, dass es keine bessere Ideen geben könnte«, erklärte Kai Bolte (FW) den Antrag seiner Fraktion. »Wir wollen durch den Antrag erreichen, dass mehr Alternativen geprüft werden und es mehr Beteiligung von Öffentlichkeit und Gremien gibt.« Nur so ließen sich die Bedenken der Anwohner beheben.

So könnte man nach Auffassung der Freien Wähler auch bei den Nachbarn der Schule anfragen, ob sie Teile ihrer Gärten veräußern würden, um die Schule zu vergrößern. So könnte der Sportplatz erhalten werden. »Wenn sich da keine Möglichkeiten ergeben dann ist das halt so«, sagte Uwe Kühn (FW). Zudem sollten die Anwohner im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung über die Pläne in Kenntnis gesetzt werden.

Vonseiten der CDU und der Grünen wurde der Antrag der FW begrüßt - auch die SPD konnte sich in einigen Punkten anschließen. Bürgermeister Haas befürchtet jedoch, dass es eine zeitliche Verzögerung bei dem Projekt geben könnte: »Eine Verzögerung des Baustarts wäre sehr ärgerlich: Dabei geht es nicht nur um mögliche Förderungen des Landes, sondern auch darum, dass der Platz in Schule und Kindergarten fehlt.«

Letztlich erhielt der Aufstellungsbeschluss mit Veränderungen durch den FW-Antrag bei 26 Ja-Stimmen, einer Gegenstimmen sowie einer Enthaltung die mehrheitliche Zustimmung der Gemeindevertreter.

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