19. Juli 2019, 22:23 Uhr

Zeitreise ins Mittelalter

19. Juli 2019, 22:23 Uhr

Sie saßen wieder zusammen - die Vertragspartner im Organisationsausschuss, die gemeinsam das Gleiberg-Fest stemmen wollen. Alle fünf Jahre findet es statt. In diesem Jahr wird am 31. August und 1. September das Rad der Geschichte zurückgedreht. Authentisch soll es werden, familienfreundlich, ein farbenfrohes Spektakel, mit Interaktionen und vielen Mitmachangeboten und einem qualitativ hochwertigen und abwechslungsreichen Programm, betonen die Macher bei ihrem Update.

Die Zusammenarbeit mit Axel Loh von Frame Store Film & Entertainment wurde bereits vergangenes Jahr in einen Vertrag gegossen. Um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden, reichen allein die Kräfte ehrenamtlichen Engagements nicht aus, hatte man frühzeitig erkannt.

Die Gemeinde Wettenberg hat die Vorbereitung und Durchführung des Festes an den Gleiberg-Verein, vertreten durch seinen Vorsitzenden Andreas Kraft und den zweiten Vorsitzenden Gerhard Schmidt, sowie an das Bürgerprojekt Gleiberg, namentlich dessen Vorsitzenden, Ralf Volgmann, übertragen und bezuschusst die Planungsphase mit 10 000 Euro.

Beginn mit Böllerschüssen

»Eine historische Zeitreise«, so lautet das Motto des Gleiberg-Festes, und die beginnt am Samstag, 31. August, wenn sich um 11.30 Uhr der Festzug mit mittelalterlich gewandeten Ehrengästen vom Sorgues-Platz aus über die Burgstraße zur Bühne auf dem Burghof bewegt. Von dort aus wird nach Grußworten und Böllerschüssen der Wettenberger Kanoniergesellschaft gegen 12 Uhr das Mittelalter eine Renaissance erleben. Südtorvorplatz mit Parkplatz, Burgzufahrt und Burghof mit Oberburg werden von Attraktionen beherrscht, die mittelalterliches Markttreiben prägen und ausmachen, »Herold Flynn« wird seinen Beitrag dazu leisten, ebenso »Die Galgenbrüder« und »Hinrich, der Hofnarr«. Ein großer Spielplatz für Kinder ist an der Auffahrt vor der Steilkurve eingerichtet. Hier wird beispielsweise mittelalterliches Kegeln angeboten. Es gibt ein mit Muskelkraft betriebenes Nostalgiekarussell. Lagerleben lässt erahnen, wie es einst war, in und um die Burg. Mittelalterstände laden zum Verweilen ein, Gaukler und Feuerspucker unterhalten das Volk. Bogenschießen kann man ausprobieren, die Jagd wird gezeigt und abends treffen sich alle Künstler zum Tavernenspiel an der Burghofbühne, leiten dann nach rund einer Stunde ab 20 Uhr den Ausklang des ersten Tages ein, bei dem um 22 Uhr zur Ruhe geblasen wird.

Der alte Ortskern bleibt selbstverständlich nicht außen vor. Hier beleben die Ortsvereine und andere Gruppen und Organisationen die Szenerie in den kleinen und engen Gassen. Dieser Part wird von Ralf Volgmann und dem Bürgerprojekt Gleiberg organisiert. Die beiden Krofdorf-Gleiberger Kindergärten wirken mit, NABU, Forst und IG »Rotes Höhenvieh« tun sich zusammen und bieten unter anderem gegrillte Wildwurst an. Die Seniorenwerkstatt bietet Spiele aus Holz an, die Gesamtschule Gleiberger Land Basteln von Schildern und Schwertern mit Kindern. »Des Meisters Knechte und Mägde«, sowie eine Trommlergruppe und die Gruppe »Brummtopf« sorgen für mittelalterlichen Wohlklang. Eine Schmiede wird von der Produktionsschule Abendstern betrieben und eine Gutenbergpresse vom Bürgerprojekt. Die Feuerwehr übt Löschen mit Löscheimern. Bei der »Strickstube« auf einem Garagenvorplatz direkt hinter dem Südtor dreht sich alles um Wolle. Die Die Deutsch-Französische-Gesellschaft Wettenberg wird eine Weintaverne errichten.

Bestandteil des Gleiberg-Festes wird auch die Würdigung des 400-jährigen Bestehens der evangelischen Katharinenkirche sein, mit Führungen und einem Mundartgottesdienst am Sonntag um 10 Uhr.

Das kulinarische Angebot wird reichhaltig und typisch sein. In den Tavernen werden Hungrige und Durstige versorgt mit Speis und Trank nach alten Rezepturen, auf die sich auch Burggastronom Axel Horn mit seinem Team einstellt.

So soll sich alles zusammenfügen, um Kultur und Lebensweise von »anno dazumal« anschaulich darzustellen. Parkplätze werden am Augarten eingerichtet, von wo aus ein Bus die Gäste ins Mittelalter befördert. Das DRK stellt den Sanitätsdienst sicher und die Feuerwehr den Brandsicherheitsdienst.

2009: Die Hüterinnen des Grals: Ursula Hankowetz und Inge Fernhomberg von der AWO Wettenberg und vom Heimatverein Zsambek. (Archivfoto: m)

Schlagworte in diesem Artikel

  • Evangelische Kirche
  • Gerhard Schmidt
  • Gerichte und Speisen
  • Gesamtschule Gleiberger Land
  • Mittelalter (500 - 1419)
  • Vorsitzende von Organisationen und Einrichtungen
  • Wettenberg
  • Volker Mattern
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 5 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.