18. Mai 2018, 22:13 Uhr

Zweite Prinzessin will auch Winkunterricht

18. Mai 2018, 22:13 Uhr
Als die Eltern aus dem Haus sind, feiert die zweite Prinzessin eine Party. (Foto: cfl)

Immer nur die Zweite sein, das kann Kind oder Erwachsenen ganz schön frustrieren. Vor allem, wenn eine junge Prinzessin sich an ihrer großen Schwester misst. Im Theaterstück »Die zweite Prinzessin« der Wiesengrundschule Leihgestern thematisieren die Kinder der Theater-AG genau dieses Problem – mit einem überraschenden Ende. Am Donnerstag führten sie ihr Stück vor etwa 70 Eltern in der Mensa der Schule auf.

»Sie bekommt mehr Taschengeld, sie darf länger wach bleiben und sie darf mit allen Achterbahnen fahren«, stellen die 15 Kinder der Theater-AG etwas motzig fest. »Wenn es um solche Gedanken geht, schreiben wir mit den Kinder immer den Text leicht um, das wirkt sonst zu unecht«, erklärte Frank Eckstein, Sozialarbeiter der Schule. Das Gerüst bleibe jedoch bestehen. »Die zweite Prinzessin« ist ein Kinderbuch von Hiawyn Oram und Tony Ross. »Bei der Ideenfindung für ein Stück können sich die Kinder immer mit einbringen«, sagte Eckstein, »im Stück gibt es auch eine Schwimm-Choreografie, die haben sich die Kinder alleine ausgedacht.«

Zweite zu sein ist undankbar, stellt die zweite Prinzessin am Geburtstag ihrer großen Schwester fest, die mit den Eltern zum See gefahren ist. Die jüngere Prinzessin ist zu Hause geblieben, und lädt sich Freunde ein, zum spielen, schwimmen, tanzen und meckern, wie unfair das Leben als kleine Schwester ist: »Nur sie bekommt Winkunterricht auf dem Balkon.« Ein Plan muss her, um die erste Prinzessin loszuwerden – die zweite Prinzessin und ihre Freunde gehen im Märchenwald nach einer Lösung suchen. Die Zwerge wollen sie nicht heiraten, der Wolf hat eine Glitzerallergie, nur die Hexen würden helfen. Für die beiden Mädchen gibt es aber ein glückliches Ende. Der König teilt die Woche fair auf, eine halbe Woche hat die erste Prinzessin das Sagen, eine halbe Woche die zweite Prinzessin. »Endlich mal Zweite sein«, freut sich die erste Prinzessin darüber.

»Ich habe selber einen großen Bruder, weiß also wie das ist«, scherzte Karin Schramm, Leiterin der Schule. Als Dankeschön bekamen alle Prinzen und Prinzessinnen von ihr eine Prinzenrolle. Erneut nehmen die Schüler der AG an den Wetterauer Schultheater-Tagen in Bad Nauheim teil. Sie haben am 8. Juni einen Gastauftritt im Badehaus 2. Die Schüler der zweiten bis vierten Klasse entwickelten und probten das Stück zusammen mit der Leiterin der Theater AG Sabine Rühling, Svenja Schmidt und Frank Eckstein.

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