12. Juni 2015, 17:33 Uhr

Trommelgewitter im Grünen

Biebertal (ik). Der weltbekannte Perkussionist Pitti Hecht plauderte und musizierte im Gail’schen Park. Veranstalter war die Rock-Pop-Jazz Akademie Mittelhessen.
12. Juni 2015, 17:33 Uhr
Pitti Hecht (2. v. r) mit (v. l.) Marcel »Chello« Huber, Raphael Peiffer und Tilman Margraf.

Pitti Hecht? Na klar! Mit unglaublicher Fingerfertigkeit an Congas, Bongos, Cajón und exotischem Schlagwerk hatte der Perkussionist das Publikum im März 2014 beim Konzert der Tom-Pfeiffer-Band im Niddaer »Lokschuppen« verzückt. Damals an seiner Seite: Toto-Leadsänger Bobby Kimball, Legende der Rockgeschichte. Dass er mit Promis wie Santana und Randy Crawford auf musikalischer Augenhöhe ist, darüber plauderte der gebürtige Hannoveraner (*1965) und Top-Musiker am Mittwoch gut gelaunt vor exklusivem Zuhörerkreis – etwa über die beiden »MTV unplugged«-Konzerte der Scorpions 2013 in Athen: »Die sind heute topfit und gut drauf!«.

Publikum als Taktgeber

Als Auftakt ihrer »RPJam Lounge« hatte die in Gießen ansässige Rock-Pop-Jazz Akademie Mittelhessen zum Live-Konzert in den Gail’schen Park gebeten. Mit Pitti Hecht verpflichteten die RPJam-Geschäftsführer Marion Krämer und Andreas Dieruff einen ihrer Dozenten und damit eine sichere Bank für hochkarätiges Entertainement: Der Solo-Artist und gefragte Gastmusiker verfügt über einen unerschöpflichen Fundus an Stories.

Mit Musik aufgewachsen, gab Pitti bereits mit 15 Jahren Schlagzeugunterricht und finanzierte dadurch seine eigene Ausbildung. Mittlerweile lehrt er in über 30 Ländern – bis heute sind daraus mehr als 10 000 Trommelbegeisterte geworden. Seine Referenzliste umfasst rund 250 Bands. Parallel zur Musik arbeitet der Weltenbummler (und passionierte Fliegenfischer) erfolgreich als Autor, etwa für Fachmagazine. Auf eine Stilrichtung mag er sich nicht festlegen: Er liebe »jede Art von Musik, weil man überall trommeln kann!«

Während der künstlerischen Reise der letzten Jahre hat Pitti schon viele Preise und Auszeichnungen bekommen, aber am meisten freute er sich, wie er dem verdutzten Publikum im Gail’schen Park erzählte, über den Eintrag im »Guinness-Buch der Rekorde«: Pitti Hecht ist erster Unterwasser-Perkussionist der Welt; er trommelte in 28 Metern Tiefe zwischen Fischen und Tauchern.

In Rodheim-Bieber freute sich der Meister der Klangkulisse besonders über das Zusammenspiel mit »seinen« RPJam-Schülern Raphael Pfeiffer (Schlagzeug) und Tilman Margraf (Cajón), die im Quartett mit ihrem österreichischen Mitstudenten Marcel »Chello« Huber (Gitarre, Gesang) eine Jamsession mit Songs von Lenny Kravitz über Britney Spears bis Fettes Brot präsentierten, die sich »von« schreiben darf. Den Sound-Teppich wob so ganz nebenbei das Publikum, das inzwischen mit bunten Kunststoffröhren und Rasseln ausgestattet wurde – ein Riesenspaß für alle Beteiligten. Weitere Infos zur Konzertreihe gibt es unter www.rpjam.de.

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