19. August 2013, 15:18 Uhr

Dirk Haas (SPD) will Busecker Bürgermeister werden

Buseck (dob). Norbert Weigelt, Vorsitzender der Busecker SPD, wartete auf dem Sommerfest seiner Partei in Großen-Buseck mit einer faustdicken Überraschung auf: Dirk Haas (51), ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter und Integrationsbeauftragter des Landkreises Gießen, wird sich 2015 um das Bürgermeisteramt in Buseck bewerben.
19. August 2013, 15:18 Uhr
Ehrungen beim Sommerfest der SPD Buseck (von oben links nach unten rechts): Thomas Körner, Felix Münch, Roland Kauer, Norbert Weigelt, Erich Hof, Dirk Haas, Ewald Scheld, Ernst Blöchinger, MdB Rüdiger Veit. (Fotos: dob/Geck)

Im gleichen Jahr läuft die Amtszeit des derzeitigen Bürgermeisters Erhard Reinl (FW) ab. Haas hat sich nach seinen Bekundungen zur Kandidatur entschlossen und sich bereits mit seiner Familie über diesen Schritt abgestimmt. Zwei Jahre vor dem Wahltermin im September 2015 hat die Busecker SPD damit das Kandidaten-Karussell angeschoben. Es ist aber durchaus möglich, dass es weitere Bewerber gibt, die in einer für Oktober 2013 anberaumten Mitgliederversammlung noch ins Spiel gebracht werden können. Diese Versammlung ist dann auch die endgültige Plattform für die Nominierung.

Die Vorstellung von Dirk Haas als möglicher Kandidat wurde in der Runde der 16. SPD-Traditonsveranstaltung mit Beifall aufgenommen – nicht nur von den anwesenden Genossen, denn das SPD-Sommerfest ist über Parteigrenzen hinweg beliebt und immer auch ein Treffpunkt für die Vertreter anderer Parteien. Bürgermeister Reinl nahm diesmal nicht teil, denn er befindet sich derzeit im Urlaub. Die Gemeinde war durch den Ersten Beigeordneten Wolfgang Schäfer vertreten.

Bereits um die Mittagszeit herrschte vor dem Thal’schen Rathaus und am Backhaus reges Treiben, denn es gab zu diesem Zeitpunkt bereits den beliebten Busecker Lohplatz und frisches Backhausbrot, zubereitet vom bewährten Team »Stammtisch New York«. Im Angebot auch herzhafte Gerichte; ein reichhaltiges Kuchenbuffet und eine Weigelt-Paella. Einen regelrechten Ansturm gab es auf die Tombola mit vielen wertvollen Preisen, die von der Busecker Geschäftswelt gestiftet worden waren. Dafür bedankte sich der SPD-Obere Weigelt. Bereits am frühen Nachmittag war der Tombola-Stand restlos geräumt. Der Erlös aus dem Losverkauf kommt der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg / St. Marien Großen-Buseck zugute.

SPD-Bundestagsabgeordneter Rüdiger Veit hat noch nie das Sommerfest versäumt und war auch diesmal wieder zur Stelle, als es galt, mit dem UB-Vorsitzenden Matthias Körner und dem Busecker Parteivorstand treue Mitglieder zu ehren. An erster Stelle Ewald Scheld (Oppenrod), der seit 60 Jahren Mitglied ist und in dieser Zeit viele Funktionen bekleidete, so unter anderem im Kreis- und Bezirksvorstand, als Kreisbeigeordneter, als SPD-Vorsitzender in Oppenrod, als Gewerkschaftssekretär der IG Bau und als Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks Vogelsberg. 50 Jahre dabei ist Ernst Blöchinger (Oppenrod), 20 Jahre Dirk Haas (Großen-Buseck), zehn Jahre Felix Münch (Oppenrod).

Veit übermittelte auch die Grüße des SPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Hessen, Thorsten Schäfer-Gümbel, und ging auf Themen zur Bundestagswahl ein, wie etwa neue steuerliche Obergrenzen. Mehreinnahmen sollten in dringend notwendige Zukunftsinvestitionen fließen, so vor allem auch in die Bildungspolitik. »Ein Regierungswechsel in Berlin wird uns nicht in den Schoß fallen«, rief Veit in die Runde und forderte dazu auf, sich gerade jetzt auf die 150-jährige Tradition der SPD zu besinnen, die stets den Menschen in den Mittelpunkt aller ihrer Bemühungen gestellt habe.

Das Sommerfest bildete schließlich noch die Plattform für eine Bürgerabstimmung zu fünf wichtigen Punkten im laufenden Bundestagswahlkampf.



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