02. September 2013, 17:53 Uhr

Junge Chöre in Oppenrod: Abend mit Hits und Klassikern

Buseck/Gießen (rge). Den Hit »Mama Lou« vom Urvater aller Popchöre, Les Humphries, sangen die Sänger vom Chor O-Ton aus Oppenrod im Kulturzentrum (KuZ) in Großen-Buseck. Damit eröffneten sie einen stimmungsvollen Abend mit vielen Hits und Klassikern.
02. September 2013, 17:53 Uhr
Treffen den Geschmack des Publikums von Anfang an: O-Ton Oppenrod unter Leitung von Matthias Schulze. (Foto: rge)

O-Ton vom Gesangverein Sängerlust als Ausrichter des diesjährigen Sängerkreis-Treffens der Jungen Chöre hatte damit den Geschmack gleich zu Beginn auf den Punkt getroffen. 250 Zuhörer sangen und klatschten nicht nur bei diesem Ohrwurm mit.

Der Sängerkreis Gießen hatten zu der Veranstaltung »Junge Chöre im Konzert 4.0« nach Buseck eingeladen; gekommen waren sieben Chöre, die sich junger, moderner Musikliteratur aber auch Klassikern verschrieben haben. So ging es musikalisch und auch sonst farbenfroh auf der Bühne zu: Mal ausgelassen fröhlich, mal nachdenklich und ein andermal voller Leidenschaft für und mit der Chormusik.

»Sommer, Sonne, Strand« lautete das diesjährige Motto des Sängerkreis-Chortreffens und so hatten die Mitglieder die Halle in einen Beach-Club verwandelt. Der Vorsitzende Claus Schmidt freute sich, dass bis auf zwei krankheitsbedingte kurzfristige Chorausfälle wieder sieben hochkarätige Chöre gekommen waren. Auch vom benachbarten Solmser Sängerbund konnte er Beobachter mit Präsidiumsmitglied Willi Heß an der Spitze willkommen heißen. Freundschaften innerhalb der Chorszene schließen und vertiefen ist so auch ein Ziel des lockeren Treffens mit viel Musik, betonte Schmidt.

»Summer in the city«

»Have a nice day« wünschten als erster Chor O-Ton mit Leiter Matthias Schulze dem Publikum, bevor er mit »Summer in the city« und »Down to the river to pray« Gute-Laune-Lieder und ein Spiritual präsentierte. Danach kam der Kleine Chor der Harmonie Daubringen unter Leitung von Peter Schmitt mit dem Klassiker »Weit weit weg« und der Ballade »We are one« von Allan Po an die Reihe. Mit dem »Parkplatzregen« von den Wise Guys und dem Medley der Fifth Dimension »Aquarius/Let the sunshine in« bewiesen sie ihre Vielfalt in der Chormusik.

Einen Hauch von Broadway brachte die Felicita Großen-Buseck mit Dirigent Jochen Stankewitz auf die Bühne. »Cabaret« vom gleichnamigen Musical war zu hören; auch spanisch parlierten die Felicita-Sänger bei »Un poquito cantas« par excellence. Swing lieferten sie mit »Sing, sing, sing«. Mit dem Bekenntnis zur Freundschaft in »Friends« beendeten sie ihren Auftritt. Dass im Anschluss daran der Chor TreiStimmig aus Treis mit Matthias Schulze neben »King of the road« auch ein Spiritual »This little light of mine und erneut ein Humphries-Hit mit »Mexico« intonierten, zeigte die Beliebtheit dieser Genres. Eine Ode an ihre Heimat gelang TreiStimmig schließlich mit ihrer Version von »Country roads«, das sie unter dem Titel »Die Pearl es Treas« in Mundart den Chorfreunden präsentierten.

Dass fünf ausgewählte Männerstimmen einen erstklassigen Chorklang ermöglichen, zeigte das Männerquintett Mikrolust Oppenrod mit Matthias Schulze an der Spitze. Elvis Presleys »Love me tender« zu Beginn, dem Silchers klassische »Entschuldigung« augenzwinkernd mit der Schwäche für »Wein und Weib« folgte, war ein schöner Kontrast. Nach gelungener Interpretation »Über den Wolken« des Barden Reinhard Mey folgte zum Finale das Mundartstück »Hannes, häng de Woah droa«.

Südamerikanische Karnevalsrhythmen gab es dann von Vocal Pur aus Wißmar zu hören und vor allem zu sehen. Ihr Leiter und Kreischorleiter, Dr. Thomas Kreiling, brachte den Chor nicht nur musikalisch in Bewegung. »Tage wie dieser« von den Toten Hosen kam genauso an wie »Time warp« aus der Rocky Horror Picture Show. Den Chorifeen der Eintracht aus Watzenborn-Steinberg war das Finale vorbehalten. Einen harmonischen Klangkörper, den ihr Leiter Torsten Schön geformt hat, bewiesen sie mit dem liturgischen »Ubi caritas et amor«, Vielfalt mit »That lucky old sun« und dem Wise Guys-Hit »Wie kann es sein«. Emotionen und ihr dynamisches Spektrum demonstrierten sie bei »Can’t buy me love« von den Beatles, bevor es bei dem durch den Shrek-Kinofilm populären Titel »Hallelujah« von Leonard Cohen noch einmal so richtig still und kuschelig im KuZ wurde.

Schlussakkord der Partyband

Nicht nur für die Chorifeen sondern für alle Sänger gab es an diesem Abend viel Applaus. Danach eröffnete die Party-Band Thomas Okabsa den Sängerkreis-Beach-Club zum Schlussakkord. Bis in den späten Abend wurde getanzt und sich gefeiert.

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