08. September 2010, 13:04 Uhr

700 Jahre Göbelnrod: Stehender Festzug der Höhepunkt

Grünberg (sc). Mit Spannung erwarten die knapp 700 Einwohner von Göbelnrod den kommenden Sonntag: Denn an diesem 12. September anno 2010 erreicht die 700-Jahr-Feier des Ortes mit dem Stehenden Festzug ihren unbestrittenen Höhepunkt. Ein Ausflug in die Geschichte des Dorfes an der Wieseck soll er werden, und dazu haben sich die Göbelnröder allerhand einfallen lassen: knapp 40 Aktionen, mehr als zehn Getränke- und Essenstände und zahlreiche Darbietungen auf der Aktionsbühne im Ortszentrum vor dem Dorfgemeinschaftshaus.
08. September 2010, 13:04 Uhr
Kirmesumzug 1949 in Höhe der alten Schule (Fotos: sc)

Grünberg (sc). Mit Spannung erwarten die knapp 700 Einwohner von Göbelnrod den kommenden Sonntag: Denn an diesem 12. September anno 2010 erreicht die 700-Jahr-Feier des Ortes mit dem Stehenden Festzug ihren unbestrittenen Höhepunkt. Ein Ausflug in die Geschichte des Dorfes an der Wieseck soll er werden, und dazu haben sich die Göbelnröder allerhand einfallen lassen: knapp 40 Aktionen, mehr als zehn Getränke- und Essenstände und zahlreiche Darbietungen auf der Aktionsbühne im Ortszentrum vor dem Dorfgemeinschaftshaus.

Von 11 bis 18 Uhr ist der Stehende Festzug zu besichtigen, er zieht sich vom Ortseingang (aus Grünberg kommend) über die Schützenstraße und die Beltershainer Straße. Außerdem finden sich Stände und Aktionen »Im alten Dorf«, sprich einem Teil der Schillerstraße.

Besenbinder, Klöppler Schuhmacher, Schmied

Empfangen werden die Besucher von Ausstellern der Rettungsdienste und der historischen Feuerwehr. Nächste Station ist die Ausstellung alter Traktoren der »Oldtimer Freunde Dannenrod«. Gegenüber kann man einer Klöpplerin oder einem Schuhmacher zuschauen - wenige Schritte weiter ist die alte Kunst des Besenbindens zu bewundern.

Wenn es um das (karge) Leben der Landbevölkerung anno dazumal geht, darf eine alte Dreschmaschine natürlich nicht fehlen. Nur einen Hof weiter kann man beim Hufbeschlagen zuschauen. Passend dazu hat gegenüber die alte, noch komplett eingerichtete Schmiede ihre Türen geöffnet; auch davor wird das schweißtreibende Handwerk präsentiert.

In Anlehnung an den alten Ortsnamen zeigt ein Schäfer im Hof der »Scheferkäspersch« seine Schäferei mit Schäferwachen, Pferch und Schafen. Gegenüber werden die »Lehnheimer Spinnstubensänger« zwischendurch alte Melodien aus den Spinnstuben erklingen lassen.

Vorbei an den weiteren Darbietungen alter Handwerks- und Handarbeitskunst - Stockmacher, Spinnen, Leinenhandwerk und Stuhlflechten - führt der Weg des Zeitreisenden zu einer kleinen Ausstellung von Mausefallen aus verschiedenen Epochen.

Am Ortszentrum geht es links weiter zum Bienenzuchtverein Grünberg und Umgebung. Die Imker haben einen Bienenschaukasten dabei und zeigen die Vielfalt der Produkte. Ebenso Bauernmalerei am Sonntag zu bewundern wie Patchwork-Handarbeiten und altes Friseurhandwerk. Die Dämpfkolonne aus Weickartshain sorgt für Dämpfkartoffeln mit Quark. Für den deftigeren Geschmack kommt gegenüber Sauhoink auf den Teller. Gerhard Keil, der Komponist des Göbelnröder Heimatlieds, und Tobias Wagner sorgen für musikalische Unterhaltung.

Bahnhof 1908 von der Gemeinde für 7000 Reichsmark erbaut

Vorbei an der Aktionsbühne am DGH (Programm siehe Kasten) geht der Stehende Festzug hinter der Eisenbahnübergang in Richtung Beltershain weiter: Der Göbelnröder Bahnhof, den die Gemeinde 1908 für 7000 Reichsmark selbst erbaut hat, wird an diesem Tag neu belebt. Im ehemaligen Wartesaal sind alte Eisenbahnutensilien zu sehen.

Auch die »Ritterschaft von Münzenberg« gibt sich ein Stelldichein und zeigt Schwertkämpfe. Einen Besuch lohnt auch der Abstecher in den Hof von Ursula Lenz, der Vorsitzenden des OGV Göbelnrod, wo der Verein mit einer Apfelsaftkelterei frischen Apfelmost presst.

Göbelnröderinnen als Waschweiber

Als Waschweiber präsentieren sich Frauen aus dem Dorf. In historischen Gewändern sind sie mit alten Waschutensilien in Aktion. Der Festzug endet mit einem reichen Angebot an Essens- und Getränkeständen.

»Verhungern kann man an dem Tag nicht!«, verspricht Vorsitzender Hans-Ludwig Vogler schmunzelnd in Hinblick auf das große kulinarische Angebot.

Einer der letzten Stationen am Ortsausgang Richtung Beltershain wird eine alte Schulklasse sein. Ein ehemaliger Jahrgang der Göbelnröder Schule erinnert an die Penne anno dazumal.

Stehender Festzug »700 Jahre Göbelnrod«: die Stationen. Die Zufahrt zum Ort ist am Sonntag aus Richtung Gießen gesperrt. Aus Richtung Grünberg kommend, wird der Autofahrer zu den zahlreichen Parkmöglichkeiten am Ortseingang geführt, ein weiterer Parkplatz ist von Beltershain aus zu erreichen. Mit der Bahn ist man in drei Minuten aus Grünberg angereist. Abfahrten um 10.47 Uhr, 12.47 Uhr, 14.47 Uhr und 16.47 Uhr, Rückfahrtmöglichkeiten: 13.18 Uhr, 15.16 Uhr, 17.16 Uhr und um 19.18 Uhr.

 

Aktionsbühne - Am Sonntag lädt Göbelnrod zum Höhepunkt seiner 700-Jahr-Feier: ein »Stehender Festzug« mit nicht weniger als rund 40 Stationen.

In der Dorfmitte steht die Aktionsbühne, die an diesem Tag Schauplatz diverser Auftritte sein wird. Gegenüber stellt die Trachtengruppe Erfurtshausen eine historische Hochzeitstafel dar.

 

Das Programm auf der Bühne:

- 11.30 Uhr: Gesangverein Göbelnrod

- 12-13 Uhr: Blasmusik (Frank Koch)

- 13 Uhr: Fassbieranstich mit Landrätin und Bürgermeister

- 13.30 Uhr: Sing-, Spiel- und Trachtengruppe (SST) Rüddingshausen

- 14 Uhr: Blaskapelle

- 14.45 Uhr: Kindergruppe der SST Rüddingshausen

- 15 Uhr: Blaskapelle

- 15.30 Uhr: Gesangverein Göbelnrod

- 16 Uhr: Tanz der SST Rüddingshausen

- 16.30 Uhr: »Powerdolls Trio«, Musik der 50er/60er im Pettycoat; zwei weitere Auf tritte im Straßenbereich

- 16.45 Uhr: Kindergruppe der SST

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