06. Juli 2010, 20:12 Uhr

Erdbeerernte in vollem Gang

Gießen/Grünberg (age/no). Die Ferienreisen und der Hochsommer mit Lust am Freibadbesuch, der Ackerbau mit den großen Maschinen und das stete Schielen nach Südafrika zur Fußball-WM lenken ein bisschen ab von der Tatsache, dass die Ernte von der Deutschen zweitliebsten Frucht derzeit auf Hochtouren läuft.
06. Juli 2010, 20:12 Uhr

Unter Selbstversorgern im Kleingarten ebenso wie draußen auf den Plantagen.

Besuch in Lumda, dem Grünberg-Stadtteil an der Autobahn. Redaktionspraktikantin Maren pflückte dort am Dienstag Erdbeeren, machte sich kundig. Auf dem rund 1,5 Hektar großen Feld von Gabriele und Manfred Rau wurde sie von Pauline und Till unterstützt, die derzeit im Landkreis zu Besuch sind. Seit zehn Jahren wird die naturnahe Selbstbedienung an dieser Stelle angeboten. Auch wenn die Saison erst mit zweiwöchiger Verspätung begonnen und seit dem Wochenende die Nachfrage nachgelassen hhat, zeigt sich Bauer Rau mit dem Zuspruch 2010 sehr zufrieden. Und noch ist ja ein bisschen Zeit, die Leute auf den Geschmack zu bringen.

Fragt man Fachleute, weisen die sofort darauf hin, dass die Deutschen mit einem Pro-Kopf-Verzehr von rund drei Kilogramm Europameister sind. Und die Erdbeeren - botanisch gar keine Beeren, sondern Nüsse - belegen hinter dem Apfel den zweiten Platz auf der nationalen Obst-Beliebtheitsskala. Ernährungswissenschaftler loben die Frucht über den grünen Klee - nachgerade jene, die hierzulande wachsen und nicht schon tausende Kilometer Frachtstrecke rund um den Erdball auf dem Buckel haben. Zwar bestehen Erdbeeren zu 90 Prozent aus Wasser, aber viele Aromen sowie Fruchtzucker und -säuren machen sie zu Geschmacksbomben. Sie enthalten sehr viele Antioxidantien, die sich der freien Radikalen und so die Zellen schützen. Weiteren enthalten Erdbeeren viel Magnesium - und beispielsweise mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte sowie außerdem die Vitamine B1, B2, E, K, Beta-Karotin, Niazin und Folsäure. Erdbeeren, das wusste schon die Oma, machen nicht dick: Eine Schale mit 250 Gramm führt dem Körper noch keine 100 Kilokalorien zu. Fast, so sollte man meinen, wenn man mit Gärtnern spricht, könnte man Erdbeeren ihrer gesundheitsfördernden Wirkung wegen auch auf die Liste verschreibungspflichtiger Arzneien setzen: Mehr Asparaginsäure als Spargel und daher den Stoffwechsel anregend, des Kaliumgehalts wegen auf sanfte Weise entwässernd, gesegnet mit Ballaststoffen, die einer gesunden und geregelten Verdauung dienen. (Fotos: Geck, Archiv)

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