26. November 2013, 16:18 Uhr

Dekanate Hungen, Grünberg und Kirchberg fusionieren

Buseck/Grünberg/Hungen (nab). Bis 2019 sollen die ev. Dekanate Grünberg, Hungen und Kirchberg zu einem großen Dekanat verschmelzen. Das haben die Mitglieder der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau auf der Herbsttagung am Samstag in Frankfurt am Main beschlossen.
26. November 2013, 16:18 Uhr

Mit 89 Ja-Stimmen und 31 Nein-Stimmen votierten die Delegierten für eine Gebietsreform innerhalb der Landeskirche, bei der die 47 Dekanate bis 2019 zu 25 größeren Regionen zusammengefasst werden. Grund für die Gebietsreform sind zurückgehende Mitgliederzahlen. »Die neuen Dekanate sollen eine flexibleren Spielraum und mehr Möglichkeiten für ein engere regionale Kooperation bei der Arbeit in den Gemeinden ermöglichen«, sagte Kirchenpräsident Dr. Volker Jung auf der Synode (die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete).

Für die 70 Kirchengemeinden mit 70 000 Mitgliedern in den Dekanaten Grünberg, Hungen und Kirchberg bedeutet dies, dass für sie ab 2019 ein großes Dekanat zuständig ist. Auf der Landkarte erstreckt sich dieses dann von Londorf im Norden gut 50 Kilometer in Richtung Süden nach Wohnbach (Wetteraukreis) und von Rödgen im Westen nach Mücke im Osten.

Bisher üben die drei Dekane Barbara Alt (Hungen), Norbert Heide (Grünberg) und Hans-Theo Daum (Kirchberg) das Amt mit jeweils einer halben Stelle aus. Mit der Reform soll ein hauptamtlicher Dekan sowie voraussichtlich ein stellvertretender Dekan mit einer halben Stelle installiert werden, berichtete Dr. Angela Stender, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in der Dekanats-AG gestern auf Anfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung. Außerdem gelte es, einen Sitz für das neue Dekanat zu finden. Für bereits vorhandene Stellen bestehe Bestandsschutz.

Ohne Zeitdruck

In den Dekanaten selbst stößt der Beschluss auf geteilte Meinungen. In Grünberg herrscht eher der Tenor, dass man auch zufrieden mit den bestehenden Strukturen sei. In Hungen wird die Fusion begrüßt. Das kleinste der drei Dekanate erhofft sich dadurch vor allem eine Entlastung bei der Gemeindearbeit und in der Verwaltung wie bessere Verwertungslösungen. »Wir können mit 2019 gut leben, zumal dann auch die Pfarrstellen neu bemessen werden«, sagte Dekanin Alt.

Personaltechnische Angelegenheiten und solche, die die Verwaltung betreffen, sollen ohne Zeitdruck gelöst werden, sagte Dekan Daum. Außerdem sei es wichtig, die vielen Ehrenamtlichen, die sich in den Gemeinden engagieren, in den Prozess einzubinden.

»Man kennt sich und hat schon gut zusammengearbeitet«, sagte Stender mit Blick auf die Dekanats-AG, die bereits jetzt gemeinsame Aktionen und Jahresthemen plant oder über Dekanatsgrenzen hinweg Profilstellen teilt. Aber es gibt auch Unterschiede. Die Strukturen in der Jugendarbeit beispielsweise. Da müsse man überlegen, wie man diese künftig organisiert.

2015 finden neue Kirchenvorstandswahlen statt und auch die Dekanatssynoden werden neu besetzt. Diese haben dann die Aufgabe, auf die Fusion zuzuarbeiten. Ein erstes Meinungsbild kann in der gemeinsamen Frühjahrssynode eingeholt werden. Doch Fusion hin oder her, nach wie vor ist es auch in den kommenden sechs Jahren wichtig, nicht nur über Strukturen der Kirche, sondern auch über Inhalte des Glaubens zu sprechen, sagte Dekan Heide zum Synodenbeschluss.

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