23. April 2013, 16:33 Uhr

Gundermann, Giersch und Vogelmiere in Langd gesammelt

Hungen (pm). Warum nicht mal ins Freie gehen und Wildkräuter für die Grüne Soße sammeln, haben sich am Sonntag 20 Frauen und Männer gedacht und an einer Wildkräuterwanderung »Auf dem Köppel« bei Hungen Langd teilgenommen.
23. April 2013, 16:33 Uhr
Nachdem 20 Teilnehmer in Langd eifrig Wildkräuter gesammelt haben, ging es ans Schnippeln. Das Ergebnis: Grüne Soße und Spinat.

Was sie beim Sammeln und Zubereiten beachten müssen, erfuhren sie von Diplom-Biologin Kerstin Bär vom Life-Projekt »Wetterauer Hutungen« und Bodo Fritz, dem Vorsitzenden des NABU Langd. Sie führten die Gruppe auf die artenreichen Magerrasenflächen an den Hängen des ehemaligen Vulkanschlotes. Hier sahen die Teilnehmer auch, wie sich Pflanzengesellschaften nach regelmäßigen Entbuschungsaktionen der NABU-Mitglieder schnell und artenreich ihre Standorte zurückerobern.

Früher bekannte Wildkräuter gibt es vielerorts entweder gar nicht mehr, oder sie sind so selten geworden, dass sie auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten stehen. Auf den Wetterauer Hutungsflächen ist der Gabentisch durch die Beweidung durch Schafe und dem Engagement der Naturschützer wieder reich gedeckt. Allein auf dem Köppel bei Langd gedeihen wieder gut 180 Pflanzenarten.

Gundermann und Giersch, Vogelmiere und Sauerampfer, wilder Knoblauch und Knoblauchrauke, Scharbockskraut und wilder Schnittlauch und viele andere Kräuter – die eifrigen Sammler machten reiche Beute: Kenntnisreich und unterhaltsam erklärte Biologin Bär, ob die Blätter oder die ganze Pflanze verzehrt werden, welche Geschmacksnuancen sie bieten, oder von welchen Pflanzen man besser die Finger lässt. Bär rät, Wildkräuter nur mit botanischen Grundkenntnissen zu sammeln, um die essbaren von den giftigen Kräutern unterscheiden zu können. »Dabei kann auch ein Pflanzenbestimmungsbuch nützlich sein«, berichtete sie. Denn Bärlauch ist leicht mit giftigen Maiglöckchen, Wiesenkerbel mit dem giftigen Gefleckten Schierling zu verwechseln. Kräuter sollten zudem in einem Korb gesammelt werden, denn in Plastiktüten werden sie schnell unbrauchbar.

Im Vereinsheim des NABU Langd bereiteten die Teilnehmer dann eine Grünen Soße von Wildkräutern und einen Wildkräuterspinat zu. (Foto: pm)

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