01. Juli 2011, 16:05 Uhr

Neues Seniorenzentrum soll im August fertig sein

Hungen (us). Seit April 2010 wächst zwischen Bitzenstraße, alter Stadtmauer und Horloff das neue Altenheim des Oberhessischen Diakoniezentrums empor. Nund sind die Bauarbeiten sind fast abgeschlossen, der Umzug soll im August stattfinden.
01. Juli 2011, 16:05 Uhr
Das neue Hungener Seniorenzentrum ist fast fertig. Im August sollen die 87 Bewohner aus dem alten Heim in der Albert-Schweizer-Straße in ihr neues Zuhause am Rande der Altstadt umziehen. (Foto: us)

Kathrin Wind ist guter Dinge: »Das wird ein schönes Haus«, sagt die Geschäftsführerin des Oberhessischen Diakoniezentrums Johann-Friedrich Stift Laubach und meint damit das neue Seniorenzentrum am Rande der Hungener Altstadt. Der Bau zwischen Bitzenstraße, Horloff und alter Stadtmauer geht seiner Vollendung entgegen. Im August, einige Wochen später als ursprünglich geplant, sollen die 87 Bewohner das angestammte Heim in der Albert-Schweitzer-Straße verlassen und in den zentral gelegenen Neubau umziehen.

Dass der Zeitplan für das 90-Betten-Haus nicht ganz eingehalten werden konnte, liegt laut Wind an den schwierigen Rahmenbedingungen: Das Grundstück ist ohnehin schon eng, zudem machte der Baugrund Schwierigkeiten. Doch nun ist das Ende absehbar. In einem Trakt des Y-förmigen Baukörpers läuft noch der Innenausbau. Auch Bauabnahme und Endreinigung stehen noch bevor. Zudem sollen bis zum Umzug der Senioren wesentliche Teile der Außenanlagen fertigtgestellt werden.

Mit 90 Plätzen wird das neue Seniorenzentrum nicht wesentlich größer sein als das alte, 45 Jahre alte Gebäude. Aber im neuen Haus bekommen alle Bewohner ein Einzelzimmer und die meisten auch ein eigenes Bad. Das Konzept - Wohngruppen, die sich in jeder Etage um einen Aufenthaltsbereich mit Balkon, Pflegestützpunkt und Küche gruppieren - soll zudem den Mitarbeitern lange Wege ersparen.

Cafeteria steht allen offen

Im Erdgeschoss wird es unter anderem eine öffentliche Cafeteria geben, die allen Hungenern offen steht und auch einen Mittagstisch anbietet. Eine Hausgemeinschaft mit zehn Plätzen und einem beschützten, therapeutisch angelegtem Garten ist für Bewohner mit fortgeschrittener Demenz gedacht.

A propos Garten. Von Leuten, die den Neubau nur von außen kennen, wird Kathrin Wind immer wieder angesprochen: »Ihr habt ja gar keinen Garten«, hört sie dann häufig. Aber das täuscht. Die Grünflächen befinden sich hinter den Häusern zur Horloff hin.

Errichtet wurde das Seniorenzentrum auf dem Gelände des ehemaligen Bauernhofs Stein. Die Städtebauförderung übernahm den Abriss der alten Scheunen und Ställe. Rund sieben Millionen Euro hat das Oberhessische Diakoniezentrum nach Aussagen seiner Geschäftsführerin in den Neubau investiert, Grunderwerb und Einrichtung nicht eingerechnet. Dass der Neubau größtenteils mit neuen Möbeln ausgestattet wird, erleichtert den Mitarbeitern den Umzug. Dennoch stellen sich die Mitarbeiter auf einen Kraftakt ein. »Das Ganze muss relativ zügig in zwei, drei Tagen vonstatten gehen«, sagt Kathrin Wind. »Wir können ja den Betrieb nicht parallel an zwei Standorten aufrecht halten.« Immerhin können die Mitarbeiter auf tatkräftige Unterstützung von außen hoffen. Der Seniorenbeirat, der Verein »Bürger für Bürger« und etliche Angehörige haben sich für den Umzug als Helfer angeboten.



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