29. Juli 2013, 11:48 Uhr

Kein Konzept fürs Dorfgemeinschaftshaus in Münster

Laubach (pad). Während 1933 die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernahmen, gründete sich in Münster der SPD-Ortsverband. Damals wie heute sei der Ortsbezirk Münster für die Interessen der sozialdemokratischen Politik aktiv, sagte Vorsitzender Klaus Dieter Schmitt anlässlich der Jahreshauptversammlung.
29. Juli 2013, 11:48 Uhr
Gertrud Schmidt wird von Klaus Dieter Schmidt für 25 Jahre lange Treue zur SPD ausgezeichnet. (Foto: pad)

Auch im 80. Jahr ist man in Münster engagiert in der Politik dabei. Heiß diskutiertes Thema im vergangenen Jahr war das Dorfgemeinschaftshaus. Die von den Stadtverordneten beschlossene Schließung habe kurzfristig verhindert werden können. Jedoch gebe es noch immer kein Konzept, wie es in Münster weitergehen soll. Pro Monat würden Hausmeisterkosten von rund 250 Euro anfallen, sagte Schmitt. Eine Übernahme der Tätigkeiten durch Ortsvereine wie etwa in Rötghes sei noch nicht in Sicht: »Wir sehen derzeit keine akzeptable Lösung.«

Als weiteres Thema wurde die Erkrankung des Ortsvorstehers Heinz-Wilhelm Schnabel angesprochen. Mit den besten Genesungswünschen verbunden, erklärten die Genossen gleichzeitig, dass hier eine schnelle Lösung gefunden werden müsse. Denn sein Stellvertreter Gerold Becker dürfe keine Amtsgeschäfte ausführen, so dass hier eine Lücke für die Bürger entstanden sei. In einem Gespräch habe Schnabel signalisiert, dass er in wenigen Wochen sein Amt wieder wahrnehmen wolle, woran jedoch Zweifel geäußert wurden. »Das ist kein einfaches Thema,« ging Schmitt auf die Situation ein, »wir arbeiten aber nicht an einer Abwahl.«

Bei den Vorstandswahlen gab es keine Veränderung, nach dem Kassenbericht war der Vorstand entlastet worden. In seinem Grußwort ging SPD-Ortsvorsitzender Harald Mohr auf Fragen nach dem Ortsbezirk Laubach ein. Dass aus dem kleinen Münster die treibenden Kräfte im Ortsverband kämen, sei zwar für den Ort ein sehr gutes Signal. Das in Laubach der Ortsbezirk jedoch noch immer keinen Vorstand gefunden habe, werfe ein schlechtes Licht auf die SPD. Kritik übte er an der Verteilung der Gelder unter den Gemeinden: »Die einen Leben in Saus und Braus, und wir müssen hier mit den Dorfgemeinschaftshäusern in den sauren Apfel beißen.« Er forderte hier dringend eine Änderung nach den Wahlen. Im Anschluss wurde Gertrud Schmidt für 25-jährige Mitgliedschaft im Ortsbezirk Münster mit einem kleinen Präsentkorb geehrt.

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