18. Mai 2010, 21:32 Uhr

»Stelen der Hoffnung« aus Laubach

Laubach (pm). Gut vorbereitet waren 25 Schüler und Lehrer des Laubach-Kollegs am 12. Mai in Kleinbussen und Pkw zum ökumenischen Kirchentag nach München gestartet. Im Gepäck hatten sie Stelen, Werkzeuge, multimediale Impulspräsentationen und das gesamte Material für eine mobile Bildhauerwerkstatt, die in der beeindruckenden Kulisse des Olympiageländes aufgebaut wurde.
18. Mai 2010, 21:32 Uhr
Die Laubacher auf dem Olympia-Gelände mit Kirchenpräsident Dr. Volker Jung (5. von links). Foto: pm

Laubach (pm). Gut vorbereitet waren 25 Schüler und Lehrer des Laubach-Kollegs am 12. Mai in Kleinbussen und Pkw zum ökumenischen Kirchentag nach München gestartet. Im Gepäck hatten sie Stelen, Werkzeuge, multimediale Impulspräsentationen und das gesamte Material für eine mobile Bildhauerwerkstatt, die in der beeindruckenden Kulisse des Olympiageländes aufgebaut wurde. Die Schüler der Oberstufen-Leistungskurse Religion und Kunst hatten unter Anleitung von Schulleiterin Ellen Reuther, Kunstlehrer und Bildhauer Lars Korten und mit kreativer Unterstützung des Künstlers Hartmuth Reuther die Aktion gemeinsam geplant.

Dazu waren im Religionskurs Präsentationen zur Anregung erarbeitet worden, die das Thema Hoffnung mit aktuellen Themen Jugendlicher in Beziehung setzen und zum Gespräch und kreativem Handeln herausfordern sollten.

Der Leistungskurs Kunst steuerte zwei Meter hohe Holz- und Sandstein-Stelen bei, die in einem interaktiven Workshop während des Kirchentages von Besuchern gemeinsam weiter bearbeitet werden konnten. Hausmeister Peter Dalchau war ebenfalls mitgekommen und übernahm die technische Betreuung der über 50 Quadratmeter großen Künstlerwerkstatt.

Dass die Idee, Kirchentagsbesuchern die Möglichkeit zu bieten, selbst bildhauerisch tätig zu werden und ihre Hoffnungen und Wünsche kreativ umzusetzen, eine so große Resonanz beim Publikum und in den Medien finden würde, hat die Teilnehmer überrascht. Viele, vor allem jugendliche Besucher des Kirchentages blieben nicht nur stehen, sondern nahmen sich die Zeit, eigene Hoffnungsbilder zu entwickeln, ihnen in Holz oder Stein Gestalt zu geben.

Andere nutzten das Gesprächsangebot des Laubacher Schulpfarrers Winfried Schön oder ließen sich an bereits fertigen Stelen fotografieren. Regelmäßig mussten über 30 Künstler gebeten werden, ihre Arbeit wenigstens für die tägliche Mittagsandacht zu unterbrechen.

Kirchenpräsident Jung: Bildung ist eine Investition in die Qualität der Gesellschaft

Auch prominenter Besuch blieb nicht aus. So nahm sich der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, viel Zeit zum Dialog mit den Schülern, griff selbst zu Hammer und Meißel und genoss es sichtlich, sich zum Abschluss seines Besuches mit der gesamten Gruppe fotografieren zu lassen.

Presse, Funk und Fernsehen, darunter ARD und ZDF, besuchten die Bildhauerwerkstatt, fingen Impressionen ein und führten Interviews. Die politische Diskussion um mögliche Kürzungen im Bildungsbereich hatte das Interesse der Medien an Angeboten wie dem des Laubach-Kollegs noch einmal verstärkt. So betonte der Kirchenpräsident während eines Fernseh-Interviews am Laubacher Stand die Bedeutung von ganzheitlichen Bildungsangeboten. Bildung sei eine Investition in die Qualität der Gesellschaft sagte Jung und warnte vor den Folgen von Kürzungen in diesem Bereich.

Nach der glücklichen Rückkehr der Laubacher Kollegiaten aus München soll die kreative Arbeit nun auch im heimischen Raum Früchte tragen. Die »Stelen der Hoffnung« werden demnächst in öffentlichen Ausstellungen zu sehen sein. Institutionen aus der Region haben bereits ihr Interesse angemeldet, darunter zahlreiche Sponsoren, die das Schulprojekt unterstützt haben.

Schlagworte in diesem Artikel

  • ARD
  • Evangelische Kirche
  • Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
  • Kirchentage
  • Vans/Kleinbusse
  • Volker Jung
  • ZDF
  • Ökumene
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.