30. Juli 2009, 10:16 Uhr

Vom Blues im Schlosspark profitiert die gesamte Region

Laubach (ik). Da geht fast nichts mehr: Vom Hessenbrückenhammer bis nach Freienseen und sogar bis Schotten hinein melden Beherbergungsbetriebe vom 21. bis 23. August »volles Haus«; 95 Prozent der verfügbaren Hotelbetten sind längst gebucht.
30. Juli 2009, 10:16 Uhr
Louisiana Red Fr., 21. Aug., 21.30 Uhr

Laubach (ik). Da geht fast nichts mehr: Vom Hessenbrückenhammer bis nach Freienseen und sogar bis Schotten hinein melden Beherbergungsbetriebe vom 21. bis 23. August »volles Haus«; 95 Prozent der verfügbaren Hotelbetten sind längst gebucht. Auch die Campingplätze am Fuße des Vogelsbergs sind in dieser Zeit noch angesagter als an den übrigen Sommertagen. Während andernorts in Ermangelung von kultureller Kurzweil der sprichwörtliche Blues herrscht, wird Laubach an jenem Wochenende zum Mekka von Musikfreunden aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland. Die 16. Auflage des Festivals »Blues, Schmus + Apfelmus« im Schlosspark wartet mit einem gewohnt hochkarätigen Programm auf. An den drei Festivaltagen treten 27 Bands auf drei Bühnen auf; das familienfreundliche Rahmenprogramm bietet überdies zahlreiche Attraktionen.

Seine CD »Herzensbrecher« wurde als bestes deutsches Blues-Album des Jahres 2006 ausgezeichnet - am Dienstag stimmte Blues-Harp-»Papst« Dieter Kropp die Teilnehmer eines Pressegespräches im Rathaus musikalisch aufs Festival ein. Dass es dazu auch Apfel-Secco und -saft aus der Region gab, hatte einen guten Grund: Ebenso wie das Blues-Festival selbst ist der in die dreitägige Großveranstaltung integrierte Apfel- und Bauernmarkt ein Publikumsmagnet. Bürgermeister Peter Klug, Klaus Hövel (Geschäftsführer des örtlichen Tourismusbüros) und die Vertreter der am Festival beteiligten Sponsoren machten kein Geheimnis aus ihrer Vorfreude auf das Spektakel, das in der bundesdeutschen Bluesszene längst eine »Hausnummer« und für Laubach selbst eine Qualitätsmarke und damit auch einen Wirtschaftsfaktor darstellt.

Rund 12 000 Besucher strömten im vergangenen Jahr herbei - kein Zweifel, dass in rund drei Wochen eine ähnlich imposante Zahl gezogen werden kann. Corinna Bonnekamp und Peter Turczak (»Kulturconsult«, Wettenberg) jedenfalls haben sich heftig ins Zeug gelegt und ein bemerkenswertes Programm zusammengestellt; immerhin gingen fast 500 Bewerbungen ein. Kein Wunder, denn Musiker wissen: wer bei »Blues, Schmus + Apfelmus« aufgetreten ist, verfügt über eine erstklassige Referenz. »Groove, der bis ins Mark trifft« ist schon zur Eröffnung am Freitag (21. 8.) versprochen: Im »Zirkuszelt« wird Al Jones mit seiner Band erwartet - seit drei Jahrzehnten ist dieser Künstler in Deutschland und Europa das Maß aller Dinge, wenn es um »Rhythm & Blues« geht. Louisiana Red, Ray Binder & »The Five Band«, »Big Daddy Wilson & Doc Fozz« und »Die 3 Owerhesse« sind ebenso für Freitag gebucht; der »Blues Chor Laubach« stimmt am frühen Abend in der kath. Kirche auf das Festival ein. Am Samstag musizieren »Exbluesiv«, »Colors of Blue«, »Bakad Kapelye«, »Easy Roider«, die »Alligator Blues Band«, Jörg Hegemann, »Blueskrauts«, »Rezibabbel«, »Nuthin’ But«, die »Basaltköpp’«, Harriet Lewis & Gregor Hilden Band«, »Bluesgosch« und die »Red Bananas Bluesband« (mit anschl. Mitternachts-Session bis 1.30 Uhr). Den Sonntag eröffnet der »Blues Chor Laubach« mit einem Blues-Gottesdienst; anschließend geht’s im Zirkuszelt, in der Gelben Pagode bzw. im Apfelweinzelt Schlag auf Schlag weiter (u. a. mit »Get the Cat«, »Sacred Sounds of Grass«, »Fred’n Val«, »Edwin & Thomas«, Dieter Kropp, »Golden Cut«, »Schorsch & de Bagasch« und - ein Muss zum krönenden Finale - »Khalif Wailin’ Walter«).

Der Eintritt zum Bluesfestival kostet für alle drei Tage 13 Euro (Zwei-Tage-Button 11 Euro, Tages-Button 8 Euro); Kinder bis 12 Jahre frei.

Weitere Informationen gibt es im Laubacher Tourismusbüro (Tel. 0 64 05/ 92 13 21 und tourist-info@laubach.de) sowie im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.bluesschmusapfelmus.de" text="www.bluesschmusapfelmus.de" class="more"%>.



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