26. April 2010, 22:18 Uhr

Kenntnis von Kinderpornos nicht zu beweisen

Linden (ti). Weil die Polizei 166 Bild- und 48 Filmdateien mit kinderpornografischem Inhalt auf zwei seiner Festplatten gefunden hatte, stand ein 27-jähriger Lindener vor Gericht. Staatsanwältin Dr. Catrin Finger legte ihm den Besitz des verbotenen Materials zur Last.
26. April 2010, 22:18 Uhr

Linden (ti). Weil die Polizei 166 Bild- und 48 Filmdateien mit kinderpornografischem Inhalt auf zwei seiner Festplatten gefunden hatte, stand ein 27-jähriger Lindener vor Gericht. Staatsanwältin Dr. Catrin Finger legte ihm den Besitz des verbotenen Materials zur Last. Da sich letztlich aber nicht nachweisen ließ, dass der Angeklagte davon tatsächlich Kenntnis gehabt hatte, wurde das Verfahren gegen ihn gegen eine Geldauflage in Höhe von 500 Euro - zu zahlen an den Kinderschutzbund - eingestellt. Die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da der junge Mann im Tatzeitraum (laut Anklage im Juli 2007 und nicht rechtsverjährter Zeit davor) teilweise noch Jugendlicher gewesen war.

Gefunden hatten die Kriminalbeamten die illegalen Bilder, als im Rahmen eines anderen Verfahrens gegen den Lindener im Juli 2007 offensichtlich ein wahres IT-Arsenal sichergestellt worden war. Auf zwei der insgesamt 15 Festplatten, die der 27-Jährige laut Staatsanwältin aber seit 2004 nicht mehr benutzt habe, entdeckten die Ermittler die Kinderpornos. Auf den Rechner gekommen sein müssen diese in den Jahren 2000 bzw. 2001. Wie das geschehen war, blieb in dem Verfahren offen. Der Lindener gab zwar zu, sich Pornos aus dem Internet heruntergeladen zu haben, aber nicht solche mit Kindern. Seine Einlassung konnte ihm die Vertreterin der Anklage nicht widerlegen. Laut eines Sachverständigen sei es möglich, dass das verbotene Material mit den erlaubten Pornos kam, er es aber nicht gemerkt habe.



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