27. April 2009, 19:44 Uhr

Zuhörer wurden mit musikalischen Kostbarkeiten verzaubert

Linden (gbp). »Luft, die zum Luftstrom gebündelt durch ein Instrument fließt und zu Musik wird - ich erlebe das als ein Wunder«, bekannte Pfarrer Axel Zeiler-Held, der zahlreiche Besucher am Sonntagabend zu einem besonderen Konzert in der evangelischen Kirche in Großen-Linden empfing:
27. April 2009, 19:44 Uhr
Heitere bis besinnliche Musik wurde vom Ensemble »Orgel, Flöten & Co« in der Kirche vorgetragen. Ute Fabel (Flöten), Erika Junghans (Flöten), Christiane Schulze-Velmede (Gesang und Flöten), Anja Steinbach (Flöten) und Elsbeth Weiß (Orgel und Flöten) musizierten. (Foto: gbp)

Linden (gbp). »Luft, die zum Luftstrom gebündelt durch ein Instrument fließt und zu Musik wird - ich erlebe das als ein Wunder«, bekannte Pfarrer Axel Zeiler-Held, der zahlreiche Besucher am Sonntagabend zu einem besonderen Konzert in der evangelischen Kirche in Großen-Linden empfing: ein Benefizkonzert für zwei 63 Zentimeter große, über 500 Jahre alte Heiligenfiguren: Sankt Wenzel und der Heilige Johannes, die der Kirchenvorstand der ev. Kirchengemeinde Großen-Linden derzeit restaurieren lässt (die »Allgemeine« berichtete).

In dem rund einstündigen Konzert in dem Großen-Lindener Gotteshaus verstand es das Ensemble »Orgel, Flöten & Co« - Ute Fabel (Flöten), Erika Junghans (Flöten), Christiane Schulze-Velmede (Gesang und Flöten), Anja Steinbach (Flöten) und Elsbeth Weiß (Orgel und Flöten) - trefflich, die Luft in der Peterskirche mit seinen Instrumenten in kleine musikalische Kostbarkeiten zu verwandeln und mit Tänzen, Liedern und Spielstücken aus vier Jahrzehnten das Publikum zu verzaubern.

Das musikalische Programm schlug einen Bogen, der im 16. Jahrhundert mit der Vertonung von Psalm 42 aus »sicut cervus« von Giovanni Pierluigi da Palestrina begann und sich über Stücke von Johann Hermann Schein (Suite 15 für fünf Flöten), Henry Purcell (»The Fairy Queen«), Komponisten des Barocks wie Christian Ludwig Boxberg (»Die Elenden sehn’s und freuen sich«) und Alessandro Scarlatti (Sonate für drei Altflöten, Orgel und Bass) bis hin zu Wolfgang Amadeus Mozarts »Wiener Sonatine« und Präludium und Fuge für Orgel von Johann Sebastian Bach als ausdrucksstarker Schlusspunkt des Konzerts fortsetzte. Drei entzückende Flötenuhrstücke von Joseph Haydn, die an Spieluhrenklänge erinnerten, intonierte Elsbeth Weiß an der Orgel. Flötenuhren waren kostbare, mit einer kleinen Orgel kombinierte mechanische Uhren. Von einer Stiftwalze gesteuert, ließen sie zu vorgegebener Zeit Musik erklingen, die auch von großen Musikern wie Mozart, Beethoven oder Haydn eigens für dieses Instrument komponiert wurde.

Mit erfrischender Leichtigkeit dargeboten war ein kleiner musikalischer Frühlingsspaziergang mit den Liedern »In dir ist Freude« (Giovanni Giacomo Gastoldi) »Tanzen und Springen« (Hans Leo Hassler) und »Now ist he month of maying« (Thomas Morley).

Zwei Stücke griffen das Osterthema auf: in Heinrich Scheidemanns »Christ lag in Todesbanden« übernahmen die tiefen Flöten, die von den Orgelbässen geführt wurde und verstärkten so den Eindruck der tiefen Dunkelheit.

Kontrastierend dazufolge erklang in dem eindrucksvollen Konzert »Wir wollen alle fröhlich sein« von Christof Gestrich. Zu diesem Lied, das die Freude über die Auferstehung thematisiert, erhielten die Flötistinnen die gesangliche Unterstützung des Publikums. Großen Applaus gab es für das sensibel gespielte, schöne Konzert, dessen musikalisches Spektrum von andächtiger Tiefe bis hin zu heiter-verspielten Leichtigkeit reichte.

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